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Colonoskopie

Individuelles Darmkrebs-Risiko senken

Neben der genetischen Veranlagung spielen Rauchen, Übergewicht, Ernährung sowie Bewegungsmangel eine Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben jetzt erstmals sämtliche bekannte Risikofaktoren miteinander verglichen, um das Darmkrebsrisiko in absoluten Zahlen zu berechnen.
ais
18.06.2020  09:00 Uhr

Die DKFZ-Forscher analysierten die Daten von mehr als 4200 Menschen mit Darmkrebs und mehr als 3300 Kontrollpersonen und berechneten das absolute Risiko, ab dem 50. Geburtstag innerhalb von 30 Jahren an Darmkrebs zu erkranken.

»Das wichtigste Ergebnis unserer Studie war, dass sich selbst bei Menschen mit erhöhtem genetischen Risiko die Gefahr, tatsächlich an Darmkrebs zu erkranken, durch die Darmspiegelung und einen gesunden Lebensstil drastisch verringerte«, berichtet DKFZ-Forscherin Prudence Carr. So ergaben die Berechnungen, dass Männer mit einem mittleren genetischen Risiko und einem durchschnittlichen Lebensstil, die keine Darmspiegelung wahrgenommen hatten, ein 30-Jahres-Risiko für Darmkrebs von 7,4 Prozent haben. Bei Männern mit vergleichbarem genetischem Hintergrund, die jedoch gesünder lebten und eine Darmspiegelung wahrgenommen hatten, lag das Risiko lediglich bei 1,9 Prozent.

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