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Covid-19

Je mehr Bewegung, desto besser der Impfschutz

Regelmäßige körperliche Aktivität kann die Wirksamkeit der Covid-19-Impfung erhöhen und das Risiko für einen schweren Verlauf und einen Krankenhausaufenthalt verringern. Das fanden Forschende anhand einer südafrikanischen Fall-Kontroll-Studie heraus, deren Ergebnisse im »British Journal of Sports Medicine« nachzulesen sind.
Katja Egermeier
02.12.2022  10:30 Uhr

Es habe sich gezeigt, dass sowohl körperliche Aktivität als auch die Coronaimpfung unabhängig voneinander das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf senken können, heißt es in der Studie. Um herauszufinden, ob die Kombination beider Faktoren den Schutz vor einer schweren Infektion weiter erhöhen und das Risiko eines Krankenhausaufenthalts senken kann, bewerteten die Wissenschaftler die Daten von knapp 200.000 Beschäftigten im Gesundheitswesen. Die Teilnehmer mit oder ohne vollständige Impfung wurden dazu in drei Gruppen unterteilt: mit geringer, mittlerer und hoher körperlicher Aktivität.

Das Ergebnis: Der Schutz der Covid-19-Impfung vor einem schweren Verlauf und einer damit verbundenen Hospitalisierung variierte je nach Aktivitätsniveau. So betrug der Impfschutz im Hinblick auf einen Corona-bedingten Krankenhausaufenthalt bei Personen mit niedriger körperlicher Aktivität 60 Prozent. In der Gruppe mit mäßiger Aktivität lag dieser Wert bei 72,1 Prozent und bei Personen mit hoher Aktivität bei 85,5 Prozent.

Geimpfte mit mittlerem und hohem Aktivitätsniveau hatten im Vergleich zu Personen mit geringer körperlicher Aktivität also ein 1,4-mal beziehungsweise 2,8-mal geringeres Risiko, mit einem schweren Verlauf in ein Krankenhaus aufgenommen zu werden. Die Forschenden plädieren nun, regelmäßige Bewegung zur Steigerung des Impfschutzes zu empfehlen und durch mehr öffentliche Gesundheitsinformationen zu fördern.

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