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Beratung in der Apotheke

Jeder kann sein Schlaganfallrisiko minimieren

Die Risiken, die zu einem Schlaganfall führen können, müssen Funke zufolge nicht einfach hingenommen werden. Denn gegen Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck lasse sich einiges tun.

  • Gesunde Ernährung
    So rät die Kammerpräsidentin zur Vorbeugung an erster Stelle, auf eine gesunde Ernährung zu achten und schlägt die bekannte Mittelmeerdiät vor. Diese punktet mit viel frischem Obst, Gemüse, gesunden Fetten wie Olivenöl und Fisch. In diesem Zusammenhang sei auch die Vermeidung von Übergewicht zu nennen.
  • Körperliche Aktivität
    Gleichermaßen wichtig sei auch regelmäßige Bewegung. Jeder noch so kleine Schritt aus der Inaktivität heraus und die Verminderung der täglichen Sitzdauer fördern die Gesundheit. Optimal seien mindestens 75 Minuten intensive oder 150 Minuten mäßige körperliche Aktivität pro Woche plus Krafttraining.
  • Werte kontrollieren
    Zusätzlich sollten der Blutdruck und die Blutfettwerte regelmäßig vom Arzt oder Apotheker kontrolliert werden. Sind diese zu hoch muss ärztlicherseits gegebenenfalls eine medikamentöse Therapie eingeleitet werden. Der Blutdruck sollte unter 120/80 mmHg, der Nüchternblutzucker unter 100 mg/dl und das Gesamtcholesterol unter 200 mg/dl liegen.
  • Rauchverzicht
    Dass Zigaretten der Gesundheit schaden und das Risiko eines Schlaganfalls mit jedem Zug erhöhen, ist hinlänglich bekannt. Auch mit Blick auf die Möglichkeiten der Rauchentwöhnung häufig unterstützt durch Nikotinersatzpräparate könne man sich in der Apotheke beraten lassen. Pflaster, Kaugummis oder Spray führten das Nikotin vorübergehend in absteigender Dosis zu und erleichterten so den Rauchentzug.
  • Alkoholgenuss einschränken
    Personen mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko sollten zudem ihren Alkoholgenuss einschränken. Da die Gesamtsterblichkeit bereits ab 100 g Reinalkohol (etwa 2 l Bier oder 1 Flasche Weißwein) pro Woche steigt, empfehle eine aktuelle Studie generell niedrige Obergrenzen. Der Konsum von 200 g pro Woche verkürze die Lebensdauer um ein bis zwei Jahre, mehr als 350 g um bis zu fünf Jahre

Menschen mit genetisch bedingten Risiken wie Thrombosen, Störungen des Fettstoffwechsels oder bestimmten Vorerkrankungen sollten besonders wachsam sein und sich regelmäßig mit ihrem Arzt besprechen. Zur richtigen und konsequenten Einnahme der verordneten Medikation kann die Apotheke vor Ort zuverlässig informieren.

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