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Hitze

Klimawandel stresst die Nieren

Mit Blick auf die künftig häufiger wiederkehrenden Hitzeperioden warnt die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) vor einer langfristigen Zunahme urologischer Erkrankungen infolge des Klimawandels.
ais
10.09.2020  13:00 Uhr

»Die gesundheitlichen Folgen häufigerer Extremhitze und höherer Durchschnittstemperaturen beschränken sich nicht allein auf die Zunahme von Schlaganfällen, Herzinfarkten oder Infektionserkrankungen. Sie erhöhen ebenso die Risiken für urologische Erkrankungen«, sagt Professor Jens Rassweiler, Präsident der DGU. Das Spektrum reiche dabei von der akuten Nierenschädigung über eine erhöhte Inzidenz von Nierensteinen und Harnwegsinfekten bis hin zur chronischen Nierenschädigung.

Für die Nieren ist es eine besondere Herausforderung, unter extremer Hitze die erforderlichen Mengen an Elektrolyten und Wasser im Körper zur erhalten und das Gleichgewicht zu sichern. Gelingt dies nicht, verliert der Körper wichtige Stoffe, und der renale Blutfluss nimmt ab. Dazu kommt eine maximale Stimulation des antidiuretischen Hormons (ADH), um das Wasser im Körper zu erhalten. Dies zusammen kann die Nieren akut schädigen. 

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