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Vielversprechend

Kommt die Corona-Impfung per Pflaster?

Eine effiziente und langanhaltende Immunantwort gegen SARS-CoV-2 zu induzieren, ist immer noch Gegenstand der Forschung. Positive Ergebnisse lieferte nun eine Studie, in der das Antigen mittels Mikroarray-Pflaster appliziert wurde.
PZ/PTA-Forum
03.08.2022  10:00 Uhr

Ein australisches Forscherteam, das schon 2021 positive Daten zur Impfung per Pflaster lieferte, hat nun eine weitere Studie im Journal »Vaccine« publiziert. Ziel war es, zu überprüfen, ob die von ihnen gewählte Impfstrategie auch vor den neu aufgetauchten besorgniserregenden Varianten (VOC) von SARS-CoV-2 schützt. Die Forschenden statteten die Mikroarray-Pflaster (engl. High-Density Microarray Patches, HD-MAP) dazu mit einem rekombinant hergestellten, stabilisierten SARS-CoV-2-Spike-Protein aus (HexaPro). Die speziellen Impfpflaster enthalten viele kleine Mikronadeln, über die das Antigen in die Haut gelangt.

Das Antigen verabreichten die Forschenden dann Mäusen entweder durch Injektion in die Haut (intradermal) oder mithilfe des HD-MAP. Die intradermale Injektion führte kaum zu einer nachweisbaren Aktivität von neutralisierenden Antikörpern gegen die Gamma-, Delta- und Omikron-Varianten des Coronavirus. Gegen die Kappa-und Lambda-Varianten waren schwache Konzentrationen nachweisbar. Anders verhielt es sich, wenn das Antigen über das Mikroarray-Pflaster appliziert wurde. In diesem Fall löste HexaPro eine starke neutralisierende Antikörperreaktion gegen alle Varianten aus.

Die Reaktion auf das Antigen konnte noch einmal gesteigert werden, wenn dem Antigen ein Adjuvans zugesetzt wurde. Das galt sowohl für die Injektion als auch für die durch HD-MAP verabreichte Impfung. Allerdings waren die neutralisierenden Antikörpertiter auch in diesem Fall nach der intradermalen Injektion deutlich niedriger und auch deutlich variabler im Vergleich zu der Pflaster-Applikation.

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