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An Gewicht zulegen

Konsumierende Erkrankungen

Frühzeitig ergänzen

Gelingt es nicht, den Kalorien- und Nährstoffbedarf über die normale Ernährung zu decken, sollten Patienten auf hochkalorische Nahrungsergänzung zurückgreifen, wie zum Beispiel Fresubin®, Fortimel®, My ®Nutricomp oder Respifor®. Hier gibt es ein breites Angebot in vielen Geschmacksrichtungen. Die Produkte ähneln Milchshakes, Puddings oder Fruchtdrinks. Es lohnt sich, öfter mal die Geschmacksrichtung oder Zubereitung zu wechseln, damit der Patient die Produkte nicht leid wird. Trotz intensiver Bemühungen zur Geschmackverbesserung seitens der Hersteller empfinden die meisten Anwender die sogenannte Astronautenkost überhaupt nicht als wohlschmeckend. Manch einer tut sich sogar sehr schwer damit, das Fläschchen oder den Becher zu leeren. Es lohnt sich auszuprobieren, ob die Produkte gut gekühlt vielleicht besser schmecken und leichter trinkbar sind.

Die Zusatzkost sollte – wie der Name schon sagt – nicht anstatt einer Mahlzeit, sondern zusätzlich zur üblichen Ernährung gegeben werden, zum Beispiel als kleine Mahlzeit vor dem Schlafengehen. Es gibt auch geschmacklich neutrale Zubereitungen als Instantpulver oder Creme, die in herkömmliche Speisen eingerührt werden können, um diese anzureichern. Das Angebot der Hersteller ist recht umfangreich und umfasst auch Produkte für niereninsuffiziente Patienten sowie spezielle Rezepturen für bestimmte Krankheiten. Patienten sollten mit ihrem Arzt sprechen, was er ihnen empfiehlt und auch, ob er die Kost verordnen kann. Da der klinische Effekt dieser Kost sehr gut belegt ist, sollte sie frühzeitig zum Einsatz kommen. In der Regel trinken Patienten ein bis zwei Fläschchen am Tag.

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