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OTC-Beratungscheck

Liposomale Augensprays

Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratungsintensiv als verschreibungspflichtige. In der Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten Hinweise zu ausgewählten OTC-Präparaten für die Beratung übersichtlich zusammen. Diesmal: liposomale Augensprays.
Michelle Haß
18.06.2021  09:00 Uhr

Arzneistoffgruppe

Ophthalmika

Präparate

zum Beispiel: Tears Again® , Ocuvers Spray Lipostamin

Indikation

Bei umweltbedingten Beschwerden wie trockenen Augen, Spannungsgefühl der Augenlider, Fremdkörpergefühl, Brennen und Jucken der Augen.  Zur verbesserten Befeuchtung der Augenoberfläche und -lider und zur Stabilisierung der Lipidschicht im Tränenfilm. 

Dosierung/Anwendung

  • Liposomale Augensprays enthalten unterschiedliche Stoffe als Lipidkomponente wie Phospholipide, gegebenenfalls  kombiniert mit Pflanzenextrakten zum Beispiel aus Augentrost. 
  • Ein bis zwei Sprühstöße auf die geschlossenen Augenlider aufbringen. Augen für etwa 5 Sekunden geschlossen halten, damit die Liposomen an den Lidrand gelangen können.
  • 3- bis 4-mal täglich, bei starken Beschwerden auch öfters. 
  • Beim Sprühen etwa 10 cm Abstand halten.  Nicht in das geöffnete Auge sprühen, mit dem Sprühkopf nicht die Augenoberfläche berühren. 
  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Augenkosmetika Spray im Idealfall vor dem Schminken und nach dem Abschminken verwenden. Wird das Spray bei aufgetragener Augenkosmetik angewendet, sollte jeweils nur ein Sprühstoß aus etwas größerem Abstand (etwa 20 cm) aufgetragen werden. 

Kontraindikationen/Warnhinweise

Nach Möglichkeit nicht gleichzeitig mit anderen Augenarzneimitteln anwenden. Falls doch, ausreichend Abstand halten. 

Nebenwirkungen

Bei bestimmungsmäßen Gebrauch bisher keine bekannt.

Unter Umständen kann die Sicht für einige Minuten beeinträchtigt sein. 

Wechselwirkungen

Kann die Wirkung von anderen Arzneimitteln, die ebenfalls am Auge angewendet werden, beeinflussen. 

Schwangerschaft/Stillzeit

Die Hersteller machen keine Angaben zur Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit. Da es sich jedoch um eine lokale Therapie handelt, sind systemische Wirkungen und ein negativer Einfluss auf die Entwicklung des (ungeborenen) Kindes unwahrscheinlich. 

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