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Rezeptur-Helfer

Live beim Videodreh

Ratlos in der Rezeptur? Oder einfach nur interessiert daran, das eigene Wissen aufzufrischen? Dann sind die Rezeptur-Helfer auf Video von PTA-Forum genau das Richtige. Im vergangenen Jahr gingen die ersten Filme an den Start, 2019 geht es weiter, zwei neue Videos sind gerade erschienen. Zugriffszahlen und Kommentare: eindeutig positiv. Wer wirkt mit an den beliebten und lehrreichen Videos?
Isabel Weinert
17.07.2019
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Die Zutaten für einen Rezeptur-Dreh: Viel Expertise, eine Darstellerin, die die trockene Materie lebendig und verständlich rüberbringt, ein erfahrenes Kamerateam und der ideale Drehort. Alles vorhanden: Die Experten kommen vom DAC/NRF. Sie sind von Anfang bis Ende mit von der Partie, erarbeiten das Drehbuch, sind beim Dreh vor Ort und kontrollieren das Ergebnis mehrfach. Ein Film darf erst live gehen, wenn die Experten ihr ok gegeben haben.

Darstellerin Vanessa Gebauer ist selbst Apothekerin und hat die Gabe, auch schwierige Themen locker und anschaulich rüberzubringen. Das filmische Knowhow bietet die Filmproduktionsfirma Defcon. Der Drehort liegt bei einem Unternehmen, das aus dem Apothekengeschehen nicht wegzudenken ist: Wepa, ansässig in Hilscheid. Hier treffen sich alle Akteure, wenn es wieder heißt: Film ab! Wepa bietet eine große Apothekenwelt inklusive voll ausgestattetem Labor. Normalerweise dient es der Schulung von Kundendienst- und Außendienstmitarbeitern, neuerdings auch als Filmkulisse.

Von der Theorie in die Praxis

Was stellt für Regisseur Philip Wohlleben, Chef von Defcon, die besondere Schwierigkeit bei den Rezeptur-Filmen dar? »Besonders herausfordernd ist die Koordination zwischen den einzelnen Beteiligten«, so Wohlleben. Besonders schön findet er zu sehen, wie aus den theoretischen Drehbüchern mit einem großen Anteil »Apotheker-Fachmaterie« lebendige Filme entstehen, die auch Nicht-Apothekern und -PTA Spaß machen. Dazu gehört Wohlleben selbst auch. Deshalb muss er vor jedem Dreh verstehen, um was es in den Filmen gehen soll. Dabei unterstützt ihn Protagonistin Vanessa, die Erfahrung mit Rezepturen hat. Während des Studiums arbeitete sie in einer Apotheke und setzte dort zahlreiche Rezepturen für Kapseln, Zäpfchen und Salben in die Praxis um. Den ersten Teil ihres praktischen Jahres absolvierte sie in der Zulassungsabteilung eines Unternehmens für Hautpflegeprodukte, das zweite Halbjahr in einer Apotheke, in der sie unter anderem auch Cannabispulver und Augentropfen herstellte.

Doch es ist nicht die Rezeptur-Erfahrung alleine, die Vanessa zur Hauptdarstellerin prädestiniert. Hinzu kommt eine gute Portion Gelassenheit, die Lampenfieber verhindert (»Das ist halb so schlimm wie es das Staatsexamen war«). Zudem bereitet ihr das Drehen Freude. Es strengt allerdings auch an: »Wenn der Theorieteil in vielen Sequenzen wiederholt werden muss, wenn ich mich verspreche oder mir erst beim Dreh auffällt, dass ich noch gar nicht weiß, wie ich etwas erklären soll, ist das für mich auch mal stressig«. Damit das möglichst nicht passiert, bereitet sich die junge Apothekerin gut auf den Dreh vor. Sie trifft sich mit Wohlleben, befragt die Fachleute von DAC/NRF und übt die Handhabung von Geräten, die Wepa ihr im Vorfeld zuschickt.

Und Action!

Am Drehtag selbst baut das Kamerateam auf, rückt zurecht, leuchtet aus. Eine Mitarbeiterin von DAC/NRF prüft die Liste der Gerätschaften und Substanzen, kontrolliert, ob alles richtig steht und greift während des Drehs ein, wenn es fachlich nicht passt. Vanessa schminkt sich. Dann noch eine kurze Besprechung, und es geht los: Für drei Filme liegen zwei Drehtage vor dem Team, die meist deutlich länger dauern als acht Stunden.

Für Wohlleben geht die Arbeit im Filmstudio seiner Firma weiter. Er schneidet die Videos, bis jede Sequenz stimmt und passt. Für die Endabnahme geht jedes Video an alle Beteiligten, mit der Bitte um Feedback. Erst wenn das finale »Go« gegeben ist, erscheint wieder ein neuer Film an mittlerweile gewohnter Stelle.

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