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Brustkrebs

Mammographie-Screening zeigt Erfolg

Im Jahr 2005 wurde in Deutschland für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren ein flächendeckendes Mammographie-Screening zur frühen Brustkrebsentdeckung eingeführt.
Annette Immel-Sehr
10.01.2020
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Forscher der Universität Lübeck und des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut, Berlin, haben nun die Entwicklung der Zahlen zu Brustkrebs vor und nach Einführung des Mammographie-Screenings untersucht. In den Altersgruppen, in der diese Vorsorgeuntersuchung angeboten wird, konnten sie einen Rückgang der fortgeschrittenen Erkrankungen um 23 bis 28 Prozent feststellen. Bei der Brustkrebssterblichkeit zeigten sich ähnliche Effekte.

»Mit der Einführung eines wirksamen Screenings erwarten wir zunächst einen Rückgang der prognostisch besonders ungünstigen Stadien, später dann den Rückgang der Sterblichkeit«, kommentiert der Studienleiter Professor Dr. Alexander Katalinic. »Diese Effekte haben wir mit unserer Studie für die Einführung des Mammographie-Screenings nun zeigen können. Dies ist ein starker Beleg für die Wirksamkeit des Screenings.«

Der Rückgang der fortgeschrittenen Stadien und Sterblichkeit wird allerdings mit einer moderaten Zunahme an frühen Erkrankungsstadien erkauft. Insgesamt lag die Erkrankungsrate für Brustkrebs (inklusive Frühformen) in der untersuchten Altersgruppe um 19 Prozent höher als vor der Einführung des Screenings, was ein Hinweis auf Überdiagnosen ist.

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