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Superfood im Check

Manuka-Honig: Eine süße Wunderwaffe

Inhaltsstoffe und Nährwert

Im Vergleich zu üblichem Zucker mit 400 Kalorien je 100 Gramm enthält Honig mit 330 Kalorien je 100 Gramm nur unwesentlich weniger Energie, hat dafür aber eine deutlich stärkere Süßkraft.

Manuka-Honig besteht zu circa 80 Prozent aus Zucker und 20 Prozent aus Wasser. Die enthaltenen Zuckersorten sind vor allem Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker). Auch Vitamine und Mineralstoffe sind enthalten, allerdings lediglich in Spuren, sodass eine Bedarfsdeckung an diesen Vitalstoffen mit Honig nicht möglich ist.

Das Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal gibt diesem Honig einen besonderen Stellenwert. Es gibt Manuka-Honig in den »Stärken« 30+, 100+, 250+, 400+, 550+, 800+, 1000+ und 1200+. Das heißt beispielsweise, dass ein Manuka-Honig mit der Kennzeichnung 400+ mindestens 400 Milligramm MGO pro Kilogramm enthält. Die Sorte 1200+ hat den höchsten MGO-Gehalt (1200 Milligramm pro Kilo) und damit auch den höchsten Preis von circa 1000 Euro pro Kilogramm. Ein 250-Gramm-Glas dieses Edelhonigs kostet also circa 250 Euro und wird damit im wahrsten Sinne des Wortes mit Gold aufgewogen.

Verwendung in der Küche

Honig kann generell sehr vielfältig eingesetzt werden, sei es in der Ernährung, als Heilmittel oder in der Kosmetikindustrie.

Als Lebensmittel ist er fast unbegrenzt haltbar, sogar einfrieren ist möglich. Honig sollte immer trocken, kühl und dunkel gelagert werden. Wichtig ist auch, dass er immer gut verschlossen wird, da er sonst Feuchtigkeit und Fremdgerüche aufnimmt.

Wenn sich eine weiße Schicht auf dem Honig bildet, ist dies keine Schimmelbildung und auch keine Qualitätsminderung. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Blütenbildung, die entsteht, wenn Honig Wasser verliert und auskristallisiert. Wenn Honig fest wird und kristallisiert ist, kann man ihn in ein warmes aber nicht zu heißes Wasserbad setzen, damit er wieder flüssiger und streichfähig wird.

Honig ist hydrophil, das heißt er zieht Wasser an. Kuchen die mit Honig gebacken werden, bleiben deshalb länger feucht und trocknen nicht so schnell aus. Aber Achtung: Da Honig eine stärkere Süßkraft hat als normaler Haushaltszucker, sollte die Zuckermenge im Rezept reduziert werden.

Auch gut zu wissen: Honig nicht in Gerichten verwenden, die mit Speisestärke gebunden werden wie Pudding oder Saucen. Das in Honig enthaltene Enzym Diastase, eine alpha-Amylase, löst die Speisestärke auf. Die Gerichte werden dadurch wieder flüssig.

Das besondere Merkmal des Manuka-Honigs, das MGO, ist sehr hitzebeständig. Deshalb kann der Honig bei Halsschmerzen und -entzündungen auch in heiße Getränke wie Milch oder Tee gegeben werden ohne seine Wirkung zu verlieren. Für die innerliche Anwendung von Manuka-Honig – ob pur, als Brotaufstrich, in Tees oder im Müsli – empfehlen die Hersteller einen Honig mit einem MGO-Gehalt von 400 Milligramm (400+) oder höher.

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