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Coronavirus

Autoimmunerkrankung: Medikamente nicht einfach absetzen

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) warnt Patienten mit Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose (MS) davor, ihre immunsupprimierenden oder -modulierenden Medikamente nicht eigenmächtig abzusetzen. Bislang gebe es keine Hinweise, dass die Therapie das Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion erhöht.
PZ
03.04.2020
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Viele chronisch kranke Patienten sind derzeit verunsichert, ob ihre Dauermedikation die Gefahr für eine Coronavirus-Infektion erhöht. Grundsätzlich sollen sie ihre Medikamente nie ohne Rücksprache mit ihrem Arzt absetzen.

Grundsätzlich macht eine immunsupprimierende oder -modulierende Therapie per se infektanfälliger. »Aber einen konkreten Hinweis dafür, dass die Immuntherapie das Risiko erhöht, sich mit SARS-CoV-2 (Coronavirus) anzustecken oder an Covid-19 zu erkranken, gibt es derzeit nicht«, betont die DGN in einer Pressemitteilung und warnt die Patienten, ihre Medikamente unbedacht ohne Rücksprache mit dem Arzt abzusetzen. Ein Behandlungsabbruch könne zu einer deutlichen Verschlechterung der Autoimmunerkrankung führen und das stünde in aller Regel nicht in Relation zu dem Risiko, an Covid-19 zu erkranken.

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