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Arzneimittelentsorgung

Medikamente nie in Spüle oder Toilette entsorgen

Arzneimittelreste jeglicher Art – auch flüssige – gehören samt Behältnis in den Hausmüll. Die Spüle oder Toilette ist hier der falsche Weg.
Natascha Koch
03.04.2019
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Ist die Milch schlecht, kippen wir sie in die Spüle und schmeißen die Verpackung in die gelbe Tonne. Bei Medikamenten ist das der falsche Weg: Denn abgelaufene flüssige Arzneimittel wie Sirup, Tinkturen oder Säften können der Umwelt schaden.

»Kippen Sie abgelaufene flüssige Arzneimittelreste bitte nie in die Spüle oder die Toilette«, sagt Britta Ginnow, Arzneimittelexpertin beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI). Werden Arzneimittelreste falsch entsorgt, gelangen die Arzneistoffe ins Abwasser und somit in Flüsse, Seen oder Bäche und können dem Ökosystem schaden.

Dieses Problem ist gerade bei flüssigen Arzneimitteln nicht jedem klar: Noch im Jahr 2014 kippten laut Befragungen des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) knapp die Hälfte aller Befragten abgelaufene oder nicht mehr gebrauchte flüssige Arzneimittel in das Waschbecken, die Spüle oder das WC – wahrscheinlich im Glauben, durch die Mülltrennung das Richtige zu tun und die Umwelt zu schonen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Arzneimittelreste jeglicher Art – auch flüssige – gehören samt Behältnis in den Hausmüll.

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