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Steigende Temperaturen
Medizinische Notfälle durch Hitze

Südlicher Lebensrhythmus

Besonders Senioren leiden im Sommer stark unter zu hohen Temperaturen. Nina Meckel von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie, rät älteren Menschen daher, ihren Lebensrhythmus nach dem Vorbild der südlichen Länder zu gestalten, sobald die Außentemperaturen am Tag über 30 Grad steigen. So könnten sie gesundheitlichen Folgen, die durch Hitze verursacht werden, vorbeugen. Die Expertin empfiehlt: »Früh Aufstehen und sich ein wenig bewegen. Spätestens ab der frühen Mittagszeit bis zum späten Nachmittag oder frühen Abend Siesta halten und ins kühle Innere zurückziehen. Am Abend wieder aktiv werden, kleine Spaziergänge unternehmen – es ist ja bis 22 Uhr hell.«

Darüber hinaus gelte, die Wohnung oder das Haus so kühl wie möglich halten. Das bedeute: Rollläden und Fenster schließen und nur lüften, wenn die Nachtluft kühl und erfrischend ist. »Wer keine Rollläden hat oder unter dem Dach wohnt, kann die Fenster notfalls mit Isolierfolie verkleben, wie man sie im Winter auf die Windschutzscheiben von Autos legt. Diese reflektiert Licht und Wärme nach draußen.« Auch eine Leine mit feuchter Wäsche oder Tüchern in der Wohnung spendet etwas Kühle, ebenso ein kurzes Fußbad.

Der Deutschen Wetterdienstes bietet für Privatpersonen ebenso wie für Apotheken die Möglichkeit, sich unter www.dwd.de/gesundheit elektronisch an das kostenfreie Hitzewarnsystem anzuschließen. Wer das tut, erhält drei Tage vorausblickende Informationen über herannahende Unwetter oder eben Hitzewellen, und kann sich und andere besser darauf vorbereiten. Gemeinsam mit dem Umweltbundesamt hat der Deutsche Wetterdienst außerdem eine Broschüre »Klimawandel und Gesundheit: Tipps für sommerliche Hitze und Hitzewellen« erarbeitet. Diese enthält genaue Beschreibung verschiedener Hitzeerkrankungen sowie ausführliche Tipps zum Vorbeugen.

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