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Neurodermitis und Schwangerschaft

Mehr Komplikationen möglich

Führt eine Neurodermitis möglicherweise zu Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt? Diese Frage untersuchten Forscher anhand von Daten von mehr als 10.000 Frauen mit Neurodermitis in Dänemark, die zwischen 1997 und 2014 ein Kind geboren hatten, und verglichen sie mit Daten von über 100.000 Schwangeren ohne Neurodermitis.
Annette Immel-Sehr
08.05.2019
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Der Allergieinformationsdienst fasste die Ergebnisse dieser Studie zusammen: Schwangere mit Neurodermitis hatten häufiger einen vorzeitigen Blasensprung. Die Forscher vermuten, dass die gestörte Hautbarriere dafür verantwortlich sein könnte. Eine ebenfalls häufigere, aber insgesamt seltene Komplikation waren Blutvergiftungen des Neugeborenen durch Staphylokokken. Das Bakterium Staphylococcus aureus ist auf der Haut von Neurodermitis-Patienten vermehrt zu finden.

Die Wissenschaftler nehmen an, dass es bei der Geburt auf das Kind übergeht. Doch Neurodermitis der Mutter hatte nicht nur negative, sondern auch positive Auswirkungen. So entwickelten die betroffenen Frauen seltener einen Schwangerschaftsdiabetes.

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