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Bei Entzündungen

Mehr Pflanzliches essen

Ein gesunder Körper ist den äußerem Belastungen nicht ungeschützt ausgesetzt und verfügt über zahlreiche Schutzmechanismen, zum Beispiel über antioxidative Enzymsysteme. Wird ein ungünstiger Lebens- und Ernährungsstil jedoch zum Dauerzustand, geraten diese Schutzsysteme aus der Balance. Im Hinblick auf Essgewohnheiten wirkt sich vor allem ein hoher Anteil an leicht verwertbaren Kohlenhydraten ungünstig aus, wie reichlich Zucker, Weißbrot, Gebäck und vor allem Süßgetränke.

Der permanent anflutende Zucker überfordert die Bauchspeicheldrüse, vor allem in Kombination mit Bewegungsmangel. Irgendwann ist die Insulinbildung in den Zellen der Bauchspeicheldrüse überlastet und die Empfindlichkeit der Zellen für Insulin abgestumpft.

Insulinresistenz und oxidativer Stress

Es entwickelt sich eine Insulinresistenz, das heißt, der Zucker verbleibt in der Blutbahn. Als Folge der hohen Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie), bildet der Körper vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine) sowie Reaktive-Sauerstoff- (ROS) und Reaktive-Stickstoff-Spezies (RNS).

Die reaktionsfreudigen Verbindungen entstehen auch bei der Energiegewinnung und agieren als Teil der Abwehrkräfte gegen eindringende Erreger. Werden sie jedoch im Übermaß gebildet, können sie Körperstrukturen wie Zellmembranen, Lipoproteine oder Gene schädigen. Sie sind zudem an Alterungsprozessen beteiligt. Mediziner sprechen bei dieser Stoffwechsellage von oxidativem Stress.

Aufgrund des Überangebots an Zucker reagieren Zucker- und Proteinmoleküle darüber hinaus vermehrt zu sogenannten Advanced Glycation Endproducts (AGEs), die wiederum entzündliche Prozesse befeuern und gleichzeitig die Insulinresistenz verstärken. Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass diese Moleküle an der Entstehung von Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen beteiligt sind.

Arachidonsäure fördert entzündungshemmende Botenstoffe

Auch eine fettreiche Ernährung wirkt ungünstig auf entzündliche Vorgänge. Vor allem eine reichliche Aufnahme an Arachidonsäure fördert entzündungshemmende Botenstoffe, sogenannte proinflammatorische Eicosanoide. Gleichzeitig hemmt die vierfach ungesättigte Omega-6-Fettsäure durch die Konkurrenz um bestimmte Enzyme die Bildung entzündungshemmender Signalstoffe.

Arachidonsäure ist in relevanten Mengen ausschließlich in tierischen Produkten vorhanden, das heißt in fettreichem Fleisch, in Wurst und Käse. Sie übt zwar selbst wichtige Funktionen im Stoffwechsel aus. Experten empfehlen jedoch, die Zufuhr auf täglich 80 Milligramm zu beschränken. Die oft übliche fleischreiche Kost bringt dagegen etwa 200 bis 400 Milligramm Arachidonsäure täglich mit sich.

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