PTA-Forum online
US-Studie

Memes helfen gegen Corona-Stress

Ist es Humor, wenn man trotzdem lacht? Zumindest können lustige Bildchen mit Corona-Bezug offenbar in gewisser Weise helfen, besser mit der Pandemiesituation umzugehen, wie eine Studie zeigt.
dpa
21.10.2021  14:00 Uhr

Witzige Memes könnten Menschen dabei helfen, den mit der Corona-Pandemie verbundenen Stress besser zu bewältigen. Das legt eine US-Studie über die Wirkung der lustig beschrifteten Bildchen nahe, die im Fachblatt »Psychology of Popular Media« veröffentlicht ist. Darüber hinaus könnten die Memes auch das Vertrauen von Menschen in ihre Fähigkeit steigern, mit der Pandemie umgehen zu können – aber nur, wenn sie nicht zu niedlich sind.

Dass ausgerechnet Memes im Umgang mit Corona-Stress helfen könnten, liegt gar nicht so fern, wie es zunächst klingen mag: Schon im vergangenen Jahr hatte eine im Fachblatt »Scientific Reports« veröffentlichte Studie berichtet, dass Memes über Depressionen die Stimmung von Betroffenen aufhellen können. »Als sich die Pandemie immer weiter hinzog, wurde es für mich zunehmend interessanter, wie die Menschen die sozialen Medien und insbesondere Memes nutzten, um über die Pandemie nachzudenken«, sagte nun Jessica Myrick, Hauptautorin der aktuellen Studie. Für die Professorin der Penn State University ist es nicht die erste Beschäftigung mit einem popkulturellen Internetphänomen – eine ihrer früheren Untersuchungen hatte sich mit den glücklich machenden Effekten von Katzenvideos beschäftigt.

Für ihre neue Studie befragten Myrick und ihr Team im Dezember vergangenen Jahres 748 Menschen online, um herauszufinden, ob das Betrachten unterschiedlicher Memes Emotionen, Ängste, Informationsverarbeitung und Bewältigung der Corona-Krise beeinflusst. Dafür sammelten die Wissenschaftlerinnen auf einschlägigen Plattformen Hunderte beliebte Memes und teilten diese in verschiedene Kategorien ein, so etwa danach, ob sich die Bildunterschrift auf Covid-19 bezog oder nicht. Für die Studie wurden jene Memes ausgewählt, die von einer Gruppe von Teilnehmern als gleichermaßen lustig und putzig bewertet wurden.

Für einige Memes schrieben die Forscherinnen neue Covid- oder Nicht-Covid-bezogene Bildunterschriften. Ein Meme zeigte zum Beispiel das Bild einer wütenden Katze mit der Bildunterschrift: »Neue Studie bestätigt: Katzen können Covid-19 nicht verbreiten, würden es aber tun, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten.« Die nicht Covid-bezogene Version des Memes hatte die Unterschrift: »Neue Studie bestätigt: Katzen können Ihr Auto nicht sabotieren, würden es aber tun, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten.«

Seite12>
TEILEN
Datenschutz

Mehr von Avoxa