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Verzicht auf Alkohol 

Der Leber eine Pause gönnen 

Gerade die Corona-Zeit, in der Einsamkeit, Jobunsicherheit, Angst vor einer Erkrankung oder auch Langeweile Spuren auf der Seele der Menschen hinterlassen, ist der Griff zur Flasche verlockend. Wie Linda Heitmann, Geschäftsführerin der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen, der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, seien viele Menschen, die mehrere Jahre trocken gewesen seien, in der Isoaltion wieder rückfällig geworden. Das liege vor allem an den großen psychischen Belastungen, die durch die Pandemie ausgelöst werden. Bekannt sei, dass Menschen während des ersten Lockdowns im Frühjahr generell mehr Alkohol in Supermärkten und Kiosken gekauft haben, der Umsatz an Spirituosen sei hier um ein Drittel gestiegen.

Auch beengte Wohnverhältnisse stellten für viele Suchtkranke eine hohe Belastung da. »Wenn alle aufeinander hocken, kommt es schneller zu Streit und Konflikten«, so die Drogen-Expertin laut dpa. Es sei daher wichtig, bei einem erneuten Lockdown die Angebote der Suchtberatung und -behandlung offen zu halten.

→ Zur Präventionskampagne des BZgA»Alkohol? Kenn dein Limit«

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