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Auslandsreisen

Mit Reiseimpfungen sicher unterwegs

Japanische Enzephalitis

Die Japanische Enzephalitis ist vergleichsweise unbekannt. Die Viren werden hauptsächlich durch die Culex-Mücke in den subtropischen und tropischen Regionen Asiens und den nördlichen Regionen Australiens übertragen. In 99 Prozent der Fälle verläuft eine Erkrankung asymptomatisch, es kann jedoch auch zu einer Enzephalitis kommen.

Das RKI empfiehlt daher insbesondere bei Reisen in aktuelle Ausbruchsgebiete, Langzeitaufenthalt (mehr als vier Wochen), wiederholten Kurzzeitaufenthalten oder voraussehbarem Aufenthalt in der Nähe von Reisfeldern und Schweinezucht eine Impfung. Dafür steht in Deutschland das Vakzin Ixiaro® zur Verfügung. Mit zwei Impfstoffdosen im Abstand von vier Wochen oder von sieben Tagen nach dem Schnellimpfschema können sich Reisende vor einer Infektion schützen.

Tollwut

Ein Schnellimpfschema gibt es auch gegen den Erreger der Tollwut. Ein guter Schutz ist unter bestimmten Bedingungen bei Reisen in Risikogebiete unbedingt nötig. Denn nach Auftreten der ersten Krankheitssymptome, die zunächst unspezifisch sind und sich zu einer hirnstammbetonten Enzephalitis verschlimmern, endet eine Infektion nämlich immer tödlich. Die Viren finden sich im Speichel infizierter Tiere und werden per Biss oder Wund- beziehungsweise Schleimhautkontakt mit infiziertem Speichel auf den Menschen übertragen. Hauptansteckungsquelle sind Hunde, in tropischen Regionen auch Affen. Zudem ist in Lateinamerika die blutsaugende Vampirfledermaus als mögliche Gefahr zu nennen. Die meisten Todesfälle durch Tollwut werden in Afrika und Asien verzeichnet.

Für eine Impfung stehen zwei verschiedene Vakzinen zur Verfügung: Tollwut-Impfstoff (HDC)® und Rabipur®. Für eine vollständige Immunisierung, bei Tollwut auch Präexpositionsprophylaxe (PrEP) genannt, sind drei Impfungen an den Tagen 0, 7 und 21 bis 28 nötig. Für Rabipur gibt es zudem das bereits angesprochene Schnellimpfschema, dann sind die Patienten bereits innerhalb einer Woche geschützt. Kommt es zu einem potenziellen Erregerkontakt, erhalten zudem alle Patienten, trotz vorheriger PrEP zusätzlich zwei Impfdosen. Potenziell Infizierte, ohne Impfung vor Reiseantritt, erhalten zudem Immunglobuline.

Impfen sollte sich laut RKI jeder, der in ein Land mit hohem Risiko für Hundetollwut reist und einen Langzeitaufenthalt oder mehrere Kurzreisen plant, bei einfachen Reise- oder Aufenthaltsbedingungen sowie bei geplanten Aktivitäten, die ein erhöhtes Risiko mit sich bringen wie Fahrradfahren oder Laufen. Zudem ist auch bei unzureichender ärztlicher Versorgung vor Ort oder bekanntem oder zu vermutendem Mangel an modernen Impfstoffen und Immunglobulin vor Ort eine PrEP zu empfehlen.

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