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Diagnose

Nasenabstrich als Allergietest möglich

Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München zeigte, dass auch im Nasensekret ausreichend Allergie-Antikörper für eine Diagnose enthalten sind. 
Annette Immel-Sehr
11.05.2020  16:00 Uhr
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Professorin Dr. Claudia Traidl-Hoffmann und ihr Team verwendeten für die Untersuchung des Nasensekrets eine neue Messmethode, die eigentlich für Blut entwickelt wurde: eine Biochip-Technologie, die in einer minimalen Blutmenge die Antikörper von 112 Allergenen gleichzeitig bestimmen kann.

Es zeigte sich, dass sich diese Technologie auch für die Untersuchung von Nasensekret eignet und dass sie im Nasensekret dieselben Sensibilisierungsmuster für luftgetragene Allergene wie in Blut nachweisen kann. »Ein großer Vorteil der Allergiediagnose mit dem Nasensekret ist, dass sie sich im Gegensatz zum Blut- oder Pricktest gut für kleine Kinder eignet. Bei ihnen ist eine Therapie in Form einer Hyposensibilisierung besonders wichtig, da sich aus einer allergischen Rhinitis ein allergisches Asthma entwickeln kann«, sagt Traidl-Hoffmann. 

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