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Lasern oder spritzen?

Netzhautschäden – Therapie bei Frühgeborenen

Für und Wider individuell abwägen

»Zur Wahl zwischen Laser- und Anti-VEGF-Therapie kann es derzeit keine allgemeingültige Empfehlung geben. Es müssen vielmehr stets individuell die diversen Vor- und Nachteile der beiden Therapieoptionen gegeneinander abgewogen werden«, betonen die DOG, die Retinologische Gesellschaft und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands in einer gemeinsamen »Stellungnahme zur Anti-VEGF-Therapie der Frühgeborenenretinopathie« im Frühjahr 2020.

Es handele sich bei der Anti-VEGF-Therapie der ROP um eine eingreifende Behandlung mit potentiell auch systemischen Nebenwirkungen. Daher dürfe diese nur nach ausführlicher und laienverständlicher Aufklärung einschließlich schriftlicher Einwilligung der Eltern in enger Abstimmung mit den betreuenden Neonatologen erfolgen. Die Eltern müssten zudem Bereitschaft für die sehr aufwendigen regelmäßigen, engmaschigen und langfristigen Nachkontrollen zeigen. Nicht zuletzt da in einigen Fällen eine ergänzende Lasertherapie nach erfolgter Anti-VEGF-Therapie erforderlich werden kann, sollte die Anti-VEGF-Therapie nur an entsprechend spezialisierten Zentren durchgeführt werden.

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