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Gesundheitsversorgung

Netzwerk für globale Gesundheit geht an den Start

Deutschland will sich in die weltweite Gesundheitsversorgung und -prävention stärker einbringen. Das Bundesgesundheitsministerium gab nun den Startschuss für den sogenannten Global Health Hub Germany.
Ev Tebroke
13.03.2019  18:40 Uhr

Das Gesundheits-Netzwerk soll sich etwa um Tropenkrankheiten, Krebsbekämpfung und Digitalisierung kümmern und verschiedene Akteure zusammenbringen. Durch einen informellen sektorenübergreifenden Austausch der bislang rund 200 Partner aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sollen neue Projekte angeschoben werden und Partnerschaften entstehen.

»Gute Gesundheitsversorgung endet nicht an Landesgrenzen«, sagte Spahn im Rahmen der Auftaktver­anstaltung. »Mit diesem Netzwerk wollen wir unsere Kräfte bündeln, um Fortschritte beim Kampf gegen Tropenkrankheiten, Krebs und Antibiotika-­Resistenzen zu machen«, so der Minister.

Das BMG will das Netzwerk in den ersten drei Jahren bis 2021 finanziell unterstützen. Koordinieren wird das Ganze die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Über die gesamte Höhe der geplanten Subventionen ist bislang noch nichts bekannt.

Die Linkspartei kritisiert derweil eine zu große Einflussnahme privater Akteure. Diese hätten das Geschehen bereits in der Aufbauphase des Netzwerks dominiert, sagte die Linken-­Gesundheitsexpertin Sylvia Gabelmann. NGOs seien hingegen lange nicht in Kenntnis gesetzt worden. Zudem ­vermisst Gabelmann die Benennung konkreter politischer Ziele.

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