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Diabetes

Neue Klassifikation

Vermutlich werden Mediziner Typ-2-Diabetiker zukünftig in Sub-Typen klassifizieren, um deren Risiko für Diabetes-assoziierte Komplikationen besser gerecht zu werden. Dies ist ein Ergebnis der aktuell laufenden Deutschen Diabetes-Studie.
Annette Immel-Sehr
29.08.2019  13:00 Uhr

Die Forscher fanden fünf Sub-Typen: milder altersbedingter Diabetes (35 Prozent der Teilnehmer), milder Adipositas-bedingter Diabetes (29 Prozent), schwerer autoimmuner Diabetes (22 Prozent), schwerer insulinresistenter Diabetes (11 Prozent) und schwerer insulindefizitärer Diabetes (3 Prozent). Vor allem zwei Sub-Typen zeigen ein hohes Risiko für Komplikationen. Das höchste Risiko für eine nichtalkoholische Fettleber liegt beim schweren insulinresistenten Diabetes vor; das höchste Risiko für eine diabetische Neuropathie beim schweren insulindefizitären Diabetes.

»Die neuen Sub-Typen werden dazu beitragen, präzise Präventions- und maßgeschneiderte Behandlungsstrategien für die jeweiligen Hochrisikogruppen zu entwickeln«, betont Professor Dr. Michael Roden, Vorstand am Deutschen Diabetes-Zentrum. Die multizentrische Deutsche Diabetes-Studie begleitet seit mehr als zehn Jahren Menschen mit neu diagnostiziertem Diabetes. 

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