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Canihua

Neuer Stern am Getreidehimmel

Canihua ist ein Pseudogetreide, nahe verwandt mit Quinoa. Das Lebensmittel ist neuerdings in Bioläden, Reformhäusern und manchem Supermarkt zu finden.
Annette Immel-Sehr
04.02.2021  16:00 Uhr

Canihua gehört zur botanischen Familie der Fuchsschwanz-Gewächse und ist in den Anden beheimatet. In Peru und Bolivien wird es bereits seit rund 5000 Jahren kultiviert. Die Samen sind kugelrund, braun bis schwarz gefärbt und noch kleiner als Quinoa-Samen. Für die indigenen Bergvölker ist das Korn ein Grundnahrungsmittel, das meist zu Mehl vermahlen in Getränken und als Brei verzehrt wird. Es versorgt den Körper mit reichlich Energie (377 kcal pro 100 g) und einer ordentlichen Portion Eiweiß (15 g), berichtet das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Fast die Hälfte des pflanzlichen Fetts liegt als wertvolle Linolensäure vor. Canihua ist reich an Ballaststoffen und enthält relativ viel Eisen, Folsäure, Magnesium und Zink. Es eignet sich auch für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit.

Die Körnchen schmecken gepoppt im Müsli, aber auch gekocht in Salaten und Suppen. Zunächst werden die Samen in einem Topf ohne Öl kurz angeröstet, um das nussige Aroma zu verstärken. Dann mit der dreifachen Menge Wasser erhitzen und eine Viertelstunde köcheln lassen. Anschließend sollten die Körner quellen, bis sie das gesamte Wasser aufgenommen haben. Canihuamehl eignet sich zum Backen, wenn man es mit glutenhaltigen Mehlen mischt. 

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