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Covid-Antikörper nicht so neu

Der gegen das Spike-Protein von SARS-CoV-2 gerichtete Antikörper Sotrovimab (Xevudy®) ist kein wirklicher Neuling. Er wurde bereits im vergangenen Winter häufig und erfolgreich eingesetzt. Nun hat die Firma GSK das Präparat offiziell in den deutschen Markt eingeführt - ein etwas überraschender Zeitpunkt. Denn zumindest derzeit dürfte das Absatz gering bleiben, da der Antikörper gegen die aktuell dominierende Omikron-Variante BA.5 nicht besonders wirksam ist. Der Einsatz des Antikörpers wird beispielsweise in der S3-Leitlinie »Empfehlungen zur stationären Therapie von Patienten mit Covid-19« seit September auch nicht mehr empfohlen. Die Pandemie lehrt jedoch, dass es immer wieder neue dominierende Varianten gibt. Die Firma wird sicher die Wirksamkeit gegen entsprechend neue kursierende Virusvarianten prüfen, sodass ein Comeback von Sotrovimab nicht ausgeschlossen ist.

Zugelassen ist Sotrovimab zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen (ab zwölf Jahren und mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg) mit Covid-19, wenn sie keine Sauerstoff-Supplementierung benötigen und ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf aufweisen. Es wird empfohlen, das Antikörperpräparat innerhalb von fünf Tagen nach Auftreten von Symptomen anzuwenden. Anders als das Präparat Evusheld® ist Xevudy® bisher nicht für die Präexpositionsprophylaxe von Covid-19 zugelassen.

Sotrovimab bindet an ein Epitop auf der Rezeptor-bindenden Domäne des Spike-Proteins von SARS-CoV-2. Das führt dazu, dass das Virus nicht mehr in die Zelle eindringen kann, um sich zu vermehren.

Die empfohlene Dosis von Xevudy ist eine einzelne intravenöse Infusion von 500 mg, die nach Verdünnung verabreicht wird. Häufige Nebenwirkungen sind Überempfindlichkeitsreaktionen und infusionsbedingte Reaktionen. Xevudy sollte während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen für die Mutter das potenzielle Risiko für den Fötus rechtfertigt. Die Anwendung des Präparats während der Stillzeit kann erwogen werden, wenn dies klinisch angezeigt ist.

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