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SARS-CoV-2

Nieren im Fokus

Therapeutische Konsequenzen

Ob der Handlungspfad die Versorgung von Covid-19-Patienten verbessert, wird seit Ende April im Rahmen einer Beobachtungsstudie unter Beteiligung mehrerer Universitätskliniken in Deutschland untersucht. »Wenn sich die Befunde des Ärzteteams der UMG bestätigen, hätte dies einen nachhaltigen Effekt. So könnte künftig bereits im Vorfeld die Notwendigkeit einer kommenden Behandlung auf Intensivstation vorhergesagt werden«, sagt die Senior-Autorin der Publikation, Professor Dr. Simone Scheithauer, Direktorin des Instituts für Krankenhaushygiene und Infektiologie der UMG. Zudem könnten Patienten früher und zutreffender speziellen Therapien zugeordnet werden. Durch das frühe Erkennen könnten symptomatisch präventive Therapien eingeleitet und so vielleicht lebensbedrohliche Verläufe verhindert werden. Auch die DGfN hofft auf schnelle Ergebnisse, möglichst vor einer zweiten Infektionswelle. »Die Diagnostik der Nierenparameter ist unaufwändig und wenig kostenintensiv. Die Patienten, die keine Veränderungen der Nierenwerte aufweisen, könnten beruhigt zuwarten und die Viruserkrankung zu Hause auskurieren. Die anderen könnten engmaschig beobachtet und prophylaktisch behandelt werden, bevor sich schwere Organversagen einstellen«, erklärt DGfN-Pressesprecherin Weinmann-Menke.

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