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Hormonelle Verhütung

On-Off vermeiden

Kinderwunsch, Angst vor Nebenwirkungen oder Veränderungen in der Partnerschaft – es gibt viele Gründe, warum Frauen darüber nachdenken, die Anti-Baby-Pille abzusetzen und sie vielleicht später wieder einzunehmen.
Barbara Döring
07.10.2022  14:00 Uhr

Das sollten sie jedoch nicht ohne ärztliche Rücksprache tun, rät der Berufsverband der Frauenärzte. Eine On-Off-Verhütung mit beliebiger Anwendung hormoneller Präparate birgt gesundheitliche Risiken. So steigt das Thromboserisiko bei jeder erneuten Einnahme wieder an – im ersten Jahr der Anwendung ist es am höchsten. Zudem können gesundheitliche Probleme, die sich durch die hormonelle Verhütung gebessert hatten, nach dem Absetzen erneut auftreten oder sich wieder verstärken. Dazu zählen zum Beispiel Migräne, Endometriose, das prämenstruelle Syndrom oder eine prämenstruelle dysphorische Störung.

Auch von einem unbedachten Präparatewechsel raten die Frauenärzte ab. Bei der Wahl seien immer die individuellen Risiken wie Lebensalter, Nikotinkonsum oder Erkrankungen wie Hypertonie, Adipositas oder Diabetes zu berücksichtigen. Besteht der Wunsch, die Pille langfristig abzusetzen, ist das laut Berufsverband möglich, wenn der angebrochene Blister beendet ist. Wenn eine Schwangerschaft geplant ist, sollten sich Frauen auch im Hinblick auf eine Folsäure-Substitution und zur Überprüfung des Impfstatus beraten lassen.

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