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Von wegen Karnickelfutter

Ostern mal vegetarisch

Mahlzeiten ohne Fleisch schmecken fad und machen nicht satt? Vorurteile wie diese dürften inzwischen Geschichte sein: Vegetarische Gerichte können gleichermaßen herzhaft und schmackhaft, vor allem aber vorteilhaft für Gewicht und Stoffwechsel sein. Wie sich das auch an den kommenden Osterfeiertagen umsetzen lässt, erklärt die Deutsche Diabetes-Hilfe.
Katja Egermeier
14.04.2022  15:30 Uhr

Pflanzenbasierte Ernährung liegt voll im Trend liegt und kann schon lange nicht mehr als Randerscheinung betrachtet werden. Das bestätigt auch eine Meldung des Bundesinformationszentrums für Landwirtschaft von vor zwei Wochen: Demnach lag der Fleischkonsum der Deutschen im Jahr 2021 mit 55 kg pro Kopf auf einem Rekordtief seit Beginn der Berechnung des Pro-Kopf-Verzehrs (1989). Zum Vergleich: Im Jahr 2011 lag der Pro-Kopf-Verzehr noch bei 62,8 kg.

Für viele spielten dabei ethische, aber auch gesundheitliche Aspekte eine Rolle, erklärt die Diabetes-Hilfe. Von einer pflanzenbasierten Ernährung profitierten besonders Menschen mit chronischen Erkrankungen – wie Typ-2-Diabetes. Auf diese Weise ließe sich Übergewicht abbauen und der Glukosespiegel stabilisieren. Wer bewusst mehr Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte esse, nehme ganz automatisch weniger Kalorien zu sich als mit der gleichen Menge an verarbeitetem und fettreichem Fleisch. Dazu komme, dass pflanzliche Produkte deutlich besser sättigen als Fleisch und Wurst. »Menschen mit Typ-2-Diabetes und Übergewicht können so einer Gewichtszunahme über die Feiertage vorbeugen«, sagt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

Auch auf Süßes und Gebäck müsse dafür nicht vollständig verzichtet werden. »Backrezepte sind in weniger fett- und zuckerreiche Varianten abwandelbar, ohne dass der Geschmack leidet«, erklärt die Diätassistentin und Ernährungsberaterin Kirsten Metternich von Wolff. Sie selbst habe für Diabetiker geeignete Rezepte entwickelt, darunter eine saftige Schokoladen-Himbeertorte, klassischer Möhrenkuchen oder Muffins mit Karotten.

Daneben hat die Diabetes-Hilfe noch weiter Tipps auf Lager, um das Ostermenü gesünder zu gestalten. So rät die Organisation, beim Ostermenü eine Salatvorspeise einzuplanen, Fleisch und Fisch beim Hauptgericht eher als Ergänzung zu sehen und sich an Gemüse satt zu essen. Hinsichtlich des Nachtischs biete sich die Überlegung an, ob ein solcher überhaupt sein muss, wenn noch Kaffee und Kuchen geplant sind. Für beides – Nachtisch und Kaffeetisch – könne auch gut frisches Obst mit eingeplant werden.

Wer es mit dem gesunden Osterfest ernst meint und sogar Gewicht abbauen will, dem empfiehlt die Diabetes-Hilfe zudem viel Bewegung über die Feiertage. Aktivitäten wie Spazierengehen, Walken, Wandern oder Radfahren unterstützten einen Gewichtsverlust.

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