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Coronavirus

Pandemie steigert Nachfrage nach Nahrungsergänzungsmitteln

Apotheken haben im ersten Halbjahr vergleichsweise häufig Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Offenbar haben im Zuge der Coronavirus-Pandemie viele Kunden auf eine Stärkung des Immunsystems gesetzt. Profitieren konnte davon besonders der Versandhandel.
Stephanie Schersch
27.08.2020  15:40 Uhr

Das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln läuft nicht schlecht. Seit 2015 steigt der Umsatz in dieser Sparte pro Jahr in etwa um 6 Prozent und erreichte im Jahr 2019 einen Wert von 2,2 Milliarden Euro, wie aus jüngsten Zahlen des Informationsdienstleisters IQVIA hervorgeht. Zwischen Januar und Juni 2020 kam noch einmal neuer Schwung hinzu. So lag der Umsatz mit 1,15 Milliarden Euro rund 8 Prozent über dem Vorjahreswert.

Viele Kunden haben sich offenbar mit Nahrungsergänzungsmitteln eingedeckt, um ihr Immunsystem zu stärken und sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Das legen auch die Absatzzahlen der einzelnen Präparategruppen nahe: So stieg der Umsatz mit reinem Vitamin C allein im ersten Quartal um stolze 94 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch Zinkpräparate (plus 42 Prozent) sowie Mittel mit den Vitaminen A und D (plus 35 Prozent) wurden vor allem zwischen Januar und März 2020 deutlich häufiger verkauft. Dabei haben sich viele Kunden für den Versandhandel entschieden. Lag der Anteil der Versender 2019 noch bei 21 Prozent (Absatz) beziehungsweise 24 Prozent (Umsatz), so waren es im ersten Halbjahr 2020 jeweils zwei Prozentpunkte mehr.

Zu den Nahrungsergänzungsmitteln zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, ebenso wie Aminosäuren, Ballaststoffe und bestimmte Pflanzenextrakte. Mehr als die Hälfte des Umsatzes (51 Prozent) entfiel 2019 auf die Gruppe der Vitamine und Mineralstoffe.

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