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Unbeliebte Mitbewohner

Parasiten auf der Haut

Die Behandlung der Skabies erfolgt mit einem so genannten Antiskabiosum. Es soll Skabiesmilben sowie Larven und Eier abtöten. Da die Krätzmilben auf und in der obersten Hautschicht leben, liegt eine topische Behandlung nahe. Wirkstoff der Wahl ist Permethrin (zum Beispiel in Gepescab®, Infectoscab®). Patienten sollen das Arzneimittel lückenlos auf den gesamten Körper vom Unterkiefer abwärts bis zu den Zehen auftragen. Es wirkt acht bis zwölf Stunden ein und wird dann abgewaschen. Im Anschluss an die Behandlung pflegt der Patient die Haut am besten mit einer Basiscreme, damit sie nicht austrocknet oder gereizt reagiert. Alternativ können Benzylbenzoat (Antiscabiosum®) oder Crotamiton (Crotamitex®) zum Einsatz kommen. Diese Präparate werden mehrmalig angewendet. In der Regel wirkt die Therapie sehr gut. Bleibt die Wirkung aus, liegt das meist an einem Anwendungsfehler oder es handelt sich um einen erneuten Befall. Dann gehört die Behandlung wiederholt, jedoch nicht, ohne vorab mit dem Patienten nach möglichen Anwendungsfehlern zu suchen.

Bei 50 Grad waschen

Wenn eine topische Ganzkörperbehandlung nicht sachgemäß erfolgen kann oder falls Kontraindikationen vorliegen, bietet die einmalige Gabe von Ivermectin (Driponin®) als Tablette eine Therapieoption.

Auch die direkten Kontaktpersonen des Patienten sollten auf Skabies untersucht beziehungsweise vorsichtshalber behandelt werden.

Kleidung, Bettwäsche, Handtücher und Gegenstände mit längerem Körperkontakt, wie Blutdruckmanschette oder Stofftiere, werden bei mindestens 50 °C für wenigstens zehn Minuten gewaschen oder mit Hilfe eines Heißdampfgeräts dekontaminiert und damit wieder frei von Milben. Alternativ eignet sich, die Gegenstände für mindestens 72 Stunden luftdicht in Folie oder Plastiksäcke verpackt bei mindestens 21 °C zu lagern. Polstermöbel, Sofakissen oder textile Fußbodenbeläge können mit einem starken Staubsauger abgesaugt oder für mindestens 48 Stunden lang nicht benutzt werden. Diese Maßnahme ist jedoch laut Robert Koch-Institut wegen der geringen Ansteckungsgefahr nicht unbedingt erforderlich.

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