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Was tun?

Pickel durch Masken  

Um akute Rötungen und Entzündungen zu behandeln, empfiehlt der Dermatologe Ichthyol- oder Zinkoxid-haltige Zubereitungen. »Zink wirkt antimikrobiell, Ichthyol ist ein synthetischer Gerbstoff, beides wirkt austrocknend. Damit lege ich quasi die Haut trocken und verhindere den Kontakt der Feuchtigkeit mit der Haut.« Das wirkt dem übermäßigen Wachstum von Keimen auf der gestörten Hautoberfläche entgegen und reguliert Entzündungen herunter. Ansonsten schwört Hubatsch auf Rezepturen aus der Apotheke. »Das Deutsche Arzneibuch und DAC/NRF liefern hervorragende Rezepturen, die die Haut nicht reizen, weil sie auf überflüssige Inhaltsstoffe verzichten.« Wer zu trockener Haut neigt, verwendet zuvor ein Serum, das die Haut durchfeuchtet, und trägt dann eine Minute später die Zink-Zubereitung auf, rät Hubatsch.

Sind die Hautprobleme in der Selbstmedikation nicht in den Griff zu bekommen, empfiehlt der Experte den Gang zum Hautarzt. Dann kommen etwa punktuell 2 % Erythromycin oder Metronidazol in Basiscreme zum Einsatz. Erythromycin eignet sich auch für Frauen im gebärfähigen Alter, Metronidazol nicht, erklärt der Fachmann. Es gebe aber auch Fälle, die die Verordnung von oralen Tetracyclinen rechtfertigten.

Richtig pflegen, richtig vorbeugen

Durch die richtige Pflege kann man Hautproblemen durch Schutzmasken durchaus vorbeugen. Die Pflege beginnt mit der richtigen Reinigung. Wer zweimal täglich sein Gesicht reinigt, putzt Drüsensekrete und lockere Hornschüppchen, Schmutz und Reste zuvor verwendeter Kosmetika von der Haut. Zu häufiges Säubern schadet ebenso der Haut wie die Verwendung ungeeigneter Reinigungspräparate. Beides stört den Hydrolipidmantel und damit die Barrierefunktion der Schutzhülle.

Hubatsch: »Die Reinigung ist das Wichtigste. Der physiologische pH-Wert der Haut liegt abhängig von der Körperregion zwischen 4,1 und 5,8, liegt also im sauren Bereich. Dadurch bleibt das Mikrobiom, also die natürlich vorkommende Flora an Bakterien und Hefen im Gleichgewicht. Durch häufiges Waschen und zu intensive Hygiene oder Benutzung von alkalisierenden Seifen neutralisiert sich der pH-Wert in Richtung 7. Das gibt den Hefen auf der Kopfhaut und den Bakterien auf der unbehaarten Haut die Gelegenheit, sich übermäßig zu vermehren. Zu viel Reinigung ist kontraproduktiv.« Die Reinigung gelingt am besten mit seifenfreien Syndets mit einem pH-Wert von 5,5, fettfreien Reinigungsgelen oder schwach saure Emulsionen oder Schäumen mit geringem Lipidanteil. Zugesetzte Rückfetter, Feuchthaltesubstanzen oder hautberuhigende Stoffe pflegen die Haut bereits bei der Reinigung und halten den Angriff auf die Hautbarriere so klein wie möglich. Die Haut wird so für die anschließende Pflege aufnahmefähiger.

Besonders jetzt in den kühleren Wintermonaten braucht es eine fett- und feuchtigkeitsreiche Pflege, um den Hydrolipidmantel zu stärken. Eine passende Pflege stärkt die Hautbarriere, damit ihr die wechselhaften Witterungsverhältnisse und die Reizungen durch den Mund-Nasen-Schutz nicht allzu sehr zusetzen und die Haut geschmeidig und elastisch bleibt.

Für die Pflege empfehlen sich je nach Hautzustand W/O- oder auch O/W-Formulierungen. Wichtig ist ein hoher Anteil an Natural Moisturizing Factor (NMF) wie Harnstoff, Glycerol, Milchsäure, Hyaluronsäure, Glykol oder Kollagen. Sie erhöhen das Wasserbindungsvermögen der obersten Hornschicht und machen somit die Haut glatt und geschmeidig. Wer das Gefühl hat, Fettigeres zu brauchen, setzt auf Lipide etwa aus Jojoba-, Weizenkeim-, Nachtkerzen-, Traubenkernöl, Phospholipide oder Ceramide. Enthaltene Fruchtsäurekomplexe oder Pflanzenextrakte mindern die Entzündlichkeiten in der Haut.

Und weil auch die Lippen von der Maske stark beansprucht werden, gilt ihnen bei der Gesichtspflege besondere Aufmerksamkeit. Regelmäßiges Fetten mit Bienenwachs, Sheabutter und Ölen von Jojoba, Mandel oder Avocado macht Lippen zart und geschmeidig.

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