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Studie

Plötzlicher Herztod selten beim Sex

Ein plötzlicher Herzstillstand beim Geschlechtsverkehr – davor fürchten sich vermutlich viele Herzpatienten. Britische Mediziner haben nun untersucht, ob ein plötzlicher Herztod tatsächlich oft im Zusammenhang mit sexuellen Aktivitäten auftritt. Sie können beruhigen: Sex ist selten der Auslöser.
Verena Schmidt
24.02.2022  14:00 Uhr

Die Wissenschaftler hatten für ihre Untersuchung 6847 Autopsieberichte von Patienten ausgewertet, die im Zeitraum von 1994 bis 2020 an plötzlichem Herztod verstorben waren. Bei insgesamt 17 Personen, das entspricht 0,2 Prozent, sei ein zeitlicher Zusammenhang mit sexuellen Aktivitäten erkennbar, berichten die Forscher im Journal »JAMA Cardiology«. Sex sei also auch bei einer kardialen Vorerkrankung recht sicher, insbesondere bei jüngeren Patienten, so die Schlussfolgerung der Autoren.

Im Unterschied zu plötzlichem Herztod seien Subarachnoidalblutungen im Zusammenhang mit Geschlechtsverkehr wesentlich häufiger, heißt es in den medizinischen Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. Dabei läuft Blut nach einer Aneurysma-Ruptur in den Subarachnoidalraum zwischen den Hirnhäuten. 14,5 Prozent dieser Blutungen sollen auf Geschlechtsverkehr zurückzuführen sein.

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