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Prostatakrebs durch HP-Viren möglich

HPV-Impfung für Männer doppelt sinnvoll

HPV-Impfung für Männer doppelt sinnvoll

»Obwohl das HP-Virus nur einer von vielen Krankheitserregern ist, die bei Prostatakrebs identifiziert wurden, ist es der einzige infektiöse Erreger, gegen den wir impfen können«, erklärt Studienleiter James Lawson. Die Autoren halten deshalb eine Impfung gegen HPV-Infektionen auch für Männer für sinnvoll.

Die Viren sind laut Robert-Koch-Institut zudem zu einem gewissen Anteil auch an anderen Krebsarten bei Männern ursächlich beteiligt: Tumoren im Mund/Rachenraum (Oropharynx), am Anus und am Penis können durch HP-Viren verursacht werden. So sind etwa 600 Anal- und 250 Peniskarzinome sowie mindestens 750 Oropharynxkarzinome pro Jahr auf eine Infektion mit den Viren zurückzuführen.

Auch das Deutsche Krebsforschungszentrum weist auf seiner Website darauf hin, dass HP-Viren auch unter Verdacht stehen, bei Patienten mit Krebs in Mund und Rachen beteiligt zu sein. Vor allem bei jüngeren Männern ließen sich einer im Fachblatt »Journal of Clinical Oncology« veröffentlichten US-amerikanischen Studie zufolge Papillomviren als mögliche Auslöser dafür finden.

Impfempfehlung der STIKO

Damit sich ein junger Mensch gar nicht erst mit HPV infiziert, gibt es einen Impfstoff, der vor dem ersten Sexualkontakt verabreicht werden sollte. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des RKI empfiehlt daher die Impfung gegen HPV für alle Jugendlichen daher im Alter von 9 bis 14 Jahren zwei Impfungen im Abstand von fünf Monaten erhalten. Sollte der Impfabstand von fünf Monaten unterschritten werden, ist für den vollständigen Schutz eine dritte Impfung notwendig.

Versäumte Impfungen sollten so früh wie möglich bis zum 17. Lebensjahr nachgeholt werden. Drei Impfungen sind auch dann notwendig, wenn der Jugendliche die erste Impfung im Alter von 15 Jahren oder älter bekommt.

Doch auch junge Erwachsene, die älter als 18 Jahre sind, können von einer Impfung profitieren. Hier entscheidet der Arzt je nach individueller Risikoeinschätzung. Die Kostenübernahme muss der Versicherte in diesem Fall mit der zuständigen Krankenversicherung klären. Hat sich bereits eine persistierende Infektion mit einem HP-Virus manifestiert, schützt die Impfung immer noch gegen die anderen im Impfstoff enthaltenen Virus-Typen.

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