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Jens Spahn beim Deutschen Apothekertag

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Kassen können nicht bei pharmazeutischen Dienstleistungen sparen

Kassen können nicht bei pharmazeutischen Dienstleistungen sparen

Auch auf die pharmazeutischen Dienstleistungen ging der Minister ein. Für deren Umsetzung sollen eigentlich Krankenkassen und Apotheken gemeinsam eine Lösung finden. Doch nach monatelangen zähen Verhandlungen soll nun die Schiedsstelle eine Entscheidung fällen.

Insgesamt 150 Millionen Euro sollen für diese Services ab 2022 zur Verfügung stehen. Das ist auch dem Minister sehr wichtig. Er zeigte kein Verständnis für die ablehnende Haltung des GKV-Spitzenverbands. »Die Kassen werden damit keinen Cent sparen, egal wie bockig sie sich anstellen.«

Spahn kündigte zudem an, dass eine entsprechende Rechtsverordnung in der kommenden Woche veröffentlicht werde, die die Rücknahme der Grippe-Impfstoffe, die noch von letztem Jahr in den Apotheken liegengeblieben sind regeln soll. 

Spahn vorerst gegen Covid-19-Impfung in der Apotheke

Zu der Frage, ob Apotheker Auffrischimpfungen gegen Covid-19 übernehmen könnten, erteilte Spahn eine klare Abfuhr. Zwar freue er sich über die vielen Modellprojekte zur Grippeimpfung in der Apotheke. Aber bei einem neuen Impfstoff, der zusätzlichen Beratungsbedarf mit sich bringe, sei jetzt nicht die richtige Zeit, über diese Grundsatzdiskussion zu sprechen.

Auch über Antikörpertests, die den Antikörpertiter vor einer Auffrischungsimpfung prüfen, sprach Spahn. Gerade sei in der Prüfung, inwiefern die Kostenübernahme der Testungen gerade für Immunsupprimierte vom Bund übernommen werden könnte. In diesem Zuge werde auch geprüft, wer die Tests anbieten könnte. Ob das die Apotheken sein könnten, ließ Spahn jedoch offen.

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