PTA-Forum online
Erstes virtuelles EAPT-Treffen

PTA-Gewerkschaften im Gespräch

Aufgrund der Pandemie musste bereits 2020 das Meeting der European Association of Pharmacy Technicians (EAPT) ausfallen. Und weil die Situation in diesem Frühjahr auch nicht günstiger war, fand statt eines Treffens in Kroatien eine Zoom-Sitzung statt.
Julia Brielich
09.06.2021  11:15 Uhr

Mit dabei waren PTA-Kolleginnen und -Kollegen aus Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Kroatien, Norwegen, Portugal, Slowenien, Tschechien und Schweden. So konnten wir uns nach langer Zeit wieder in großer Runde austauschen.

In der Zwischenzeit sind viele Vorhaben vom EAPT-Vorstand umgesetzt worden, zum Beispiel die Neugestaltung der Webseite www.eapt.info ,die jetzt moderner und kompatibel mit Smartphone und Tablet ist, sowie der Umzug der Büroadresse und einige wichtigen Änderungen der Statuten. 

Gestartet wurde auch eine Umfrage zu Impfungen in den Apotheken der EAPT-Länder: Wo und was wird geimpft, inwieweit sind die PTA involviert und wie läuft es ab? Bisher konnten wir dabei nur Grippe- und Reiseimpfungen berücksichtigen. Wie es um die Corona-Impfungen steht, ist zurzeit noch nicht eindeutig, aber wir bleiben am Ball. Mehr dazu finden Sie auf www.eapt.info/research. Ganz neu ist auch der Bericht einer norwegischen PTA-Kollegin, die in einer Krankenhausapotheke bei den Corona-Impfungen mitarbeitet: www.eapt.info/news. Daneben sind weitere Umfragen zur Arbeit und Ausbildung von PTA in den einzelnen Ländern auf unserer Webseite zu finden.

Alle Mitgliedsländer berichteten von erschwerten Arbeitsbedingungen unter Corona, den Lieferengpässen bei Masken, Desinfektionsmitteln, Handschuhen und teilweise auch Arzneimitteln. Leitsysteme und Hygieneschutzwände wurden gebaut sowie diverse Schutzmaßnahmen umgesetzt. Jetzt gilt es überall, möglichst schnell möglichst viele Menschen zu impfen. 

Die Kollegin aus Kroatien berichtete von den schweren Erdbeben Ende 2020, die auch Teile der Stadt Zagreb betroffen haben. Zahlreiche Apotheken in den Erdbebengebieten wurden zerstört und dadurch viele PTA, Apothekerinnen und Apotheker arbeitslos. Die kroatische PTA-Vereinigung versuchte, die Verluste für die Angestellten aufzufangen, und stellte ein umfangreiches Hilfsprogramm auf die Beine. Kroatien war außerdem stark von der Corona-Pandemie betroffen; mittlerweile sind aber viele Menschen geimpft und die Lage entspannt sich. Doch gibt es viele Impfverweigerer, auch unter den Apothekenangestellten. 

Die kroatischen Kolleginnen und Kollegen sind dabei, die PTA-Ausbildung zu verbessern und sie von allgemeinbildenden Schulen in spezielle PTA- und Gesundheitsberufsschulen zu verlegen. So soll eine höhere Wertschätzung und Bezahlung erreicht werden.

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