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In den ersten Berufsjahren

PTA-Tarifgehälter »viel zu niedrig«

Der Bundesverband PTA (BVpta) hat ein Statement zum neuen Gehaltstarifvertrag veröffentlicht. Auch wenn ab dem 9. Berufsjahr eine »halbwegs gute Entwicklung« zu sehen sei, müsse in den ersten Berufsjahren nachgebessert werden.
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17.01.2022  15:00 Uhr

»20 Prozent mehr Gehalt wären hier zeitgemäß für die Leistung und die Verantwortung einer PTA«, so Katja Löffler, stellvertretende Vorsitzende des BVpta, in dem Statement, »auch, um den Beruf überhaupt wettbewerbsfähig zu halten«. Die Verdienstmöglichkeiten seien schließlich ein wichtiger Faktor, wenn es um die Berufswahl geht. Andere Gesundheitsfachberufe stünden besser da, beispielsweise MTA, die laut Löffler bereits während der Ausbildung deutlich mehr verdienen als PTA. Es brauche daher strukturelle Änderungen: »mehr Honorar für die Apotheken – mehr Gehalt für PTA«.

Weiterhin kritisiert Löffler, dass sich die Gehaltshöhe ausschließlich an den Berufsjahren orientiert: »Warum nicht parallel dazu weitere Qualifikationsstufen einführen?« PTA, die eine Weiterbildung absolviert haben, müssten honoriert werden, da sie mehr Aufgaben erfüllen und umfassender beraten. Von der besseren Expertise profitierten sowohl die Kunden als auch der Chef, und nicht zuletzt das Image der Apotheke. »Expertenwissen« leiste einen erheblichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens.

Engagement muss sich lohnen

»Für diejenigen, die ihre Kompetenzen erweitern, Verantwortung übernehmen und exzellente Leistung bringen, muss sich dieses Engagement schließlich lohnen«, betont Löffler. Das Plus an Gehalt sei zudem eine Motivation, sich weiter zu qualifizieren. Auch der PTA-Beruf an sich könnte dadurch attraktiver werden, »denn ein gutes Gehalt ist eine wichtige Form der Wertschätzung, auch wenn in einschlägiger Managementliteratur gerne das Gegenteil behauptet wird«. Parallel zur Weiterbildung müsse daher die Lohnentwicklung erfolgen. Für die Apotheke bedeute dies, hochqualifizierte Mitarbeiter halten zu können und auf teure Personalsuche zu verzichten. »Eine klassische Win-win-Situation.«

Mehr Weiterqualifizierungen für PTA sind Löffler zufolge bereits in Sicht: »Das Jahr 2022 wird große Schritte in die richtige Richtung bringen.«

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