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FSME

Rechtzeitig impfen

Wer in Risikogebiete reist, in denen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zecken übertragen wird, sollte sich rechtzeitig impfen lassen, rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
Verena Arzbach
26.04.2019
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Bevor die aktive Zeit im Freien beginnt, sollten Personen, die in FSME-Risikogebieten Urlaub machen, und alle, die in dort leben, ihren Impfschutz überprüfen und sich gegebenenfalls impfen lassen. In Deutschland tritt FSME aktuell vor allem in Baden-Württemberg und Bayern, im südlichen Hessen (Odenwald), im südöstlichen Thüringen und in Sachsen auf. Außerdem gelten die Landkreise Marburg-Biedenkopf (Mittelhessen), Saar-Pfalz-Kreis (Saarland), Birkenfeld (Rheinland-Pfalz) und Emsland (Niedersachsen) als Risikogebiete. Als neue Risikogebiete ausgewiesen wurden fünf Landkreise: Emsland (Niedersachsen), Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech, Kaufbeuren (alle Bayern) sowie Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Sachsen).

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland insgesamt 583 FSME-Erkrankungen und damit fast 100 Fälle mehr als im Vorjahr an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet, heißt es in der Pressemeldung der BZgA. Das sei die höchste Zahl seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001. Die Infektion mit FSME-Viren kann zu einer Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Rückenmarks führen. Überträger sind nicht nur Zecken: Es sind auch schon Fälle bekannt geworden, in denen das Virus durch Rohmilchprodukte von erkrankten Ziegen oder Schafen übertragen wurde.

Nach dem üblichen Impfschema erhält man je nach Impfstoff zunächst zwei Impfungen im Abstand von 14 Tagen oder ein bis drei Monaten. Ein kurzzeitiger Schutz besteht ab etwa 14 Tagen nach der zweiten Impfung. Für einen längeren Schutz ist noch eine dritte Impfung nötig. Sie wird nach weiteren fünf beziehungsweise neun bis zwölf Monaten gegeben. Die erste Auffrischung wird nach drei Jahren, weitere Auffrischungen alle drei bis fünf Jahre empfohlen.

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