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Sicherheit in Corona-Zeiten

Regeln für den Arbeitsschutz

Zwar hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zusammen mit Ausschüssen am Arbeitsministerium Eckpunkte zum Arbeitsschutz entwickelt. Doch viele Aspekte bleiben speziell für Apotheken unklar. Deshalb gibt ADEXA Empfehlungen für die Praxis.
Andreas May
28.09.2020  08:30 Uhr

Zu den Details: Aus Sicherheitsgründen haben sich viele Inhaber entschlossen, Angestellten vorzuschreiben, während der Arbeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Was medizinisch sinnvoll ist, belastet dennoch den Körper. »Es ist (…) zu prüfen, inwieweit die Tragezeiten durch andere Tätigkeiten oder regelmäßige Pausen reduziert werden müssen«, schreibt dazu die BAuA. Die Apothekengewerkschaft fordert regelmäßige Pausen mit Augenmaß, aber nicht zulasten anderer Kollegen.

Homeoffice teilweise möglich

Während der Corona-Pandemie war – und ist – das Arbeiten im Homeoffice zur Strategie gegen SARS-CoV-2-Infektionen geworden. Das gilt in erster Linie für Büroangestellte. Dennoch sollten Apothekenleiter prüfen, wer vom Team im Homeoffice arbeiten könnte, wünscht sich ADEXA. Zahlreiche Warenwirtschaftssysteme bieten die technischen Voraussetzungen.

Hygiene groß schreiben

Wer dennoch in der Apotheke arbeitet, sollte sich auf Hygienemaßnahmen verlassen: ein Aspekt, der in allen QMS-Handbüchern zu finden ist. In Corona-Zeiten reichen Standard-Maßnahmen aber meist nicht aus. Beispielsweise sollten Sanitärbereiche mindestens einmal am Tag gereinigt werden. Für hautschonendere Seife und Einmalhandtücher ist zu sorgen. Elektrische Händetrockner eignen sich während der Pandemie nicht.

Kontakte meiden

Die BAuA rät außerdem, Kontakte nach Möglichkeit einzuschränken. Das ist in Betriebsstätten mit zahlreichen Kunden zwar schwierig. Dennoch bleiben mehrere Strategien: In etlichen Apotheken wurde Schichtarbeit eingeführt. Auch beim Umkleiden sollten Kontakte vermieden werden. Und nicht zuletzt rät ADEXA, wie in der Branche derzeit auch üblich, sich neues Wissen über Online-Fortbildungen anzueignen. Die Apothekengewerkschaft fordert, dass keine Corona-bedingte Maßnahme zum Nachteil der Angestellten werden darf.

Gefährdungsbeurteilung anpassen

Bleibt als Fazit: Die Corona-Pandemie macht es erforderlich, in Apotheken Gefährdungsbeurteilungen unbedingt zu überprüfen und falls erforderlich anzupassen. Wichtig ist, jeden Aspekt möglichst präzise zu formulieren. Arbeitgeber sollten ihre Fürsorgepflicht nicht vernachlässigen.

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