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Mit guter Vorbereitung

Reisen trotz Herzkrankheit

Vorsicht bei Höhe, Hitze und Kälte

Vorsicht bei Höhe, Hitze und Kälte

Lediglich in einigen Fällen, so die Herzstiftung, kann es ratsam sein, von einer Reise Abstand so nehmen, so zum Beispiel bei einer Neigung zu wiederholtem Schwindel oder plötzlichen Bewusstlosigkeiten beziehungsweise bei Angina pectoris, die schon bei geringen Belastungen, also selbst bei Gehen auf ebener Erde oder auch beim Treppensteigen, zu Luftnot und Erschöpfung führt.

Generell sollten Herzpatienten bei der Wahl des Urlaubsziels den Klima- und Zeitwechsel berücksichtigen. Sehr hohe Temperaturen können ohne Vorsichtsmaßnahmen bei vorbelasteten Menschen einen Kreislaufkollaps oder Herz-Rhythmus-Störungen auslösen. Aufenthalte in großen Höhen können den Herzmuskel zu stark belasten und im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen. Auch extreme Kälte kann sich negativ auswirken.

Tropische und subtropische, arktische und subarktische Klimata seien für Herzpatienten grundsätzlich nicht zu empfehlen, da sie zu anstrengend für das Herz-Kreislauf-System sind. Sinnvoller sei es, eine Klimazone zu wählen, an die der Körper gewöhnt ist. Optimale Reisezeiten für Herzpatienten sind das Frühjahr und der Herbst.

Medikationsplan und Arzneimittel im Handgepäck

»Gute Vorbereitung ist alles«, so die Herzstiftung als gemeinnützige Anlaufstelle für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Daher empfehle es sich last but not least, neben den gängigen Reiseunterlagen nicht nur die Telefonnummern von kardiologischen und gegebenenfalls auch telemedizinisch kooperierenden Kliniken und Praxen, sondern auch Kranken-, Rückhol- oder Reiserücktrittsversicherungsunterlagen griffbereit zu haben.

Müssen notwendige Arzneimitteln in ausreichender Menge stets im Handgepäck mitgeführt werden, so sollte stets ein Medikamentenplan dazu gelegt werden, auf dem die Wirkstoffnamen verzeichnet sind. Handels- und Präparatenamen unterscheiden sich im Ausland oftmals erheblich.

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