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Zeitpunkt entscheidend
Schilddrüsentabletten richtig einnehmen

Richtige Einnahme entscheidend

Bei der Einnahme der Schilddrüsenmedikamente komme es vor allem auf den richtigen Zeitpunkt an. Die Apothekerkammer Niedersachsen rät Schilddrüsenpatienten, sich hierzu in der Apotheke vor Ort beraten zu lassen. Der Arzneimittelexperte helfe, das eigene Wissen rund um die eigene Krankheit zu vertiefen und damit auch mögliche Wechselwirkungen – ob mit rezeptfreien Eisenpräparaten, bestimmten Schmerzmitteln, Blutverdünnern oder Lebensmitteln – zu reduzieren.

Denn: Schilddrüsenhormonpräparate gehören zu den Medikamenten, die in enger Abstimmung mit dem Arzt und dem Arzneimittelexperten eingenommen werden sollten. So können schon veränderte Tablettenzusammensetzungen des Herstellers oder eigenmächtig geteilte Tabletten gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

Wichtig für den Therapieerfolg ist

  • die regelmäßige Einnahme zum passenden Einnahmezeitpunkt (zum Beispiel immer morgens auf der Bettkante),
  • mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück,
  • keine zeitgleiche Einnahme von Schilddrüsenhormonen mit Wirkstoffen wie Colestyramin, Sucralfat, Östrogene, Phenytoin, Furosemid in hohen Dosierungen sowie mit oralen Antikoagulantien zur Blutverdünnung
  • keine zeitgleiche Einnahme mit freiverkäuflichen Eisen- und Calciumpräparaten, Salicylaten als Schmerzmittel sowie magensäurebindenden Präparaten,
  • der Verzehr kalziumhaltiger Lebensmittel wie Milch und Milchprodukte oder Fruchtsäfte nur in einem Abstand von mindestens zwei Stunden,
  • der Verzicht auf eine sojareiche Ernährung (kann die Schilddrüsenhormonaufnahme reduzieren)

Jodsalz in der Küche

Ob Meersalz, Jodsalz oder Seefischmahlzeiten: Jod ist für die Produktion der Hormone T3 und T4 essenziell. Die Apothekerkammer Niedersachsen empfiehlt Erwachsenen, circa 180 bis 200µg täglich über ihre Ernährung zu sich nehmen. Symptome wie Müdigkeit und eine höhere Infektanfälligkeit könnten auf einen Jodmangel und infolgedessen einen Mangel an T3 und T4 hindeuten. Vor dem Griff zu einem Nahrungsergänzungsmittel sollten sich Betroffene mit ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.

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