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Winterspeck
Schlank und gesund durch die Weihnachtszeit

Achtsam genießen statt verzichten

Wie viel man isst, hängt auch von der Essgeschwindigkeit ab. Das Sättigungsgefühl tritt erst nach etwa 15 bis 20 Minuten ein. Neben Trägheit und Völlegefühl führt unbewusstes Schlingen auch zu Heißhungerattacken. Dies verstärkt sich, wenn den ganzen Tag gefastet wurde, um abends richtig zuschlagen zu können. Der Hunger ist dann kaum noch zu kontrollieren. Besser ist es, das Essen achtsam und langsam zu genießen. Es hilft, ab und zu das Besteck an die Seite zu legen und innezuhalten. So spürt man das Sättigungsgefühl besser. Um Kalorien zu sparen, können die übrigen Mahlzeiten den Tag über halbiert werden oder etwas leichter ausfallen. Pausen zwischen den Mahlzeiten von mindestens drei Stunden sind empfehlenswert.

Werden mehrere Gänge hintereinander serviert, verleitet das ebenfalls zum Vielessen. Hier kommt ein körpereigener Mechanismus zum Tragen, die »spezifische sensorische Sättigung«. Dieser natürliche Effekt schützt vor einseitiger Ernährung: Die Vorliebe für eine gerade verzehrte Speise nimmt demnach direkt nach dem Genuss ab. Auf andere Geschmackseindrücke trifft dies aber nicht zu. So ist ein Nachschlag derselben Speise meist nicht besonders spannend, der nächste Gang hingegen ein neuer Genuss. Am besten sollte man also bei einem mehrgängigen Menü die Portionen etwas kleiner halten, um alle Gänge genießen zu können.

Bei gesunden Menschen wirkt eine natürliche Essbremse. Zwar hat sich sicher jeder schon einmal übergessen, aber in der Regel schützt man sich ganz gut selbst vor einem allzu exzessiven Genuss. Und wer möchte schon zu Weihnachten Erbsen zählen? Zu viel Selbstkontrolle tut der Psyche auch nicht gut. Genießen und ab und zu auch mal über die Stränge zu schlagen, hingegen schon. Wer sich dann nach dem großen Schlemmen einen Tag ohne Fleisch und leichter Kost gönnt, findet auch schnell seine Form wieder.

An die Säure denken

An den Feiertagen trinken viele Menschen viel Alkohol und Kaffee, essen üppige Mengen an fetten und schwer verdaulichen Speisen und rauchen gegebenenfalls noch. Bei Familienfeiern kommt häufig auch noch das Thema Stress und Ärger hinzu. Der Magen produziert dann zu viel Säure und verkrampft. Langsames und bewusstes Essen und kleine Portionen helfen, Sodbrennen vorzubeugen.

Mageres Fleisch oder Fisch sind in punkto Bekömmlich- und Figurfreundlichkeit der fetten Gans vorzuziehen. Aber auch durch den vorsichtigen Umgang mit Getränken wie Fruchtsaft, Kaffee, koffeinhaltigen Cola-Getränken (enthalten Phosphor- und Zitronensäure), Rotwein, säurereichem Weißwein und Spirituosen kann der Magen entlastet werden. In den letzten drei Stunden vor dem Schlafengehen sollte man möglichst nichts mehr essen, was schwer im Magen liegt, und auf säurefördernde Getränke verzichten.

Viel Wasser zu trinken, wirkt ebenfalls Sodbrennen entgegen. Das Wasser sollte möglichst keine oder wenig Kohlensäure enthalten, denn diese kann wiederum Beschwerden verstärken. Ein Spaziergang nach dem Essen regt die Verdauung an und verkürzt die Verweildauer des Nahrungsbreis im Magen. Wen nachts häufig Säureattacken heimsuchen, der sollte mit hochgelagertem Oberkörper schlafen (zum Beispiel durch ein zweites Kopfkissen).

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