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So funktioniert der Corona-Schnelltest für zu Hause

Neben der großen Impfaktion setzt das Bundesgesundheitsministerium künftig auch darauf, dass die Bürger sich selbst auf Corona testen. Dafür soll es bald entsprechende Selbsttests in der Apotheke geben. PTA sollten dann die Fragen der Kunden dazu beantworten können. Welche das sein könnten, erfahren Sie hier.
dpa
27.01.2021  11:00 Uhr

Um welche Tests geht es konkret?

Um neu zugelassene Antigen-Schnelltests. Die Methode entspricht derjenigen der bisherigen Schnelltests: Anhand bestimmter Virusproteine wird über einen Teststreifen wie bei einem Schwangerschaftstest eine Infektion nachgewiesen. Dazu braucht es einen Abstrich aus der Nase oder Speichel.

Was ist dann das Neue?

Die bisherigen Schnelltests verlangen einen Abstrich mit einem langen Stäbchen tief in der Nase oder im Rachen. Für viele ist das unangenehm. Außerdem dürfen diese Tests nicht an Privatleute verkauft werden und sollen von geschultem Personal gemacht werden. Bei den Selbsttests sind verschiedene Produkte im Gespräch, beispielsweise Gurgel- und Spucktests – die werden in Österreich schon eingesetzt – oder auch Tests, bei denen Abstriche in der Nase viel weiter vorn entnommen werden.

Wie aussagekräftig sind diese Selbst-Schnelltests?

Die Berliner Charité hatte im Herbst zusammen mit der Uniklinik Heidelberg untersucht, wie rund 150 Corona-Verdachtspatienten beim Umgang mit einem noch nicht auf dem Markt erhältlichen Selbsttest samt Anleitung zurechtkamen. Der Tupfer musste im vorderen Nasenbereich in zwei bis drei Zentimetern Tiefe für 15 Sekunden in kreisenden Bewegungen an den Innenwänden der Nase entlanggeführt werden.

Beobachtet wurden laut Charité-Professor Frank Mockenhaupt nur minimale Unterschiede zwischen Selbsttest und Test mit tiefem Nasenabstrich durch einen Profi. Beim Selbsttest wurden laut der Studie 33 von 40 Infizierten erkannt, beim Einsatz von Fachpersonal waren es 34.

Wie sieht es bei dem Spuck- und Gurgeltest aus?

Der wird etwa in Österreichs Hauptstadt Wien eingesetzt. Beschäftigte an Schulen und Kitas können den Test einmal pro Woche zu Hause machen. Die Testkits werden über die Schulen und Kitas verteilt – die Proben werden dann abgeholt und im Labor untersucht. Die Teilnehmer bekommen das Ergebnis auf ihr Handy.

Beim Gurgeltest wird mit einer speziellen Flüssigkeit eine halbe bis eine Minute gegurgelt, um Partikel aus dem Rachen zu lösen. Danach kommt alles in ein Proberöhrchen und die Probe wird untersucht. In einer Pilotstudie im vergangenen Frühjahr mit mehr als 5000 Schülern und Lehrern in Wien hatte das Gurgeln nach Angaben des Mikrobiologen und Studienleiters Michael Wagner von der Universität Wien vergleichbare Ergebnisse wie der Rachenabstrich geliefert.

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