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Hashimoto-Thyreoiditis

So kann Abnehmen gelingen

Unverträglichkeiten verursachen Entzündungen

Unverträglichkeiten verursachen Entzündungen

»Neben einer Schilddrüsenunterfunktion können Allergien und Unverträglichkeiten von Lebensmitteln das Abnehmen schwer machen, denn auch sie verursachen eine ständige Entzündungslage im Körper«, erklärt Koch. Chronische Entzündungen im Körper, die neben einem Hashimoto auch bei anderen Erkrankungen wie Asthma oder einer Arthritis vorkommen können, könnten zudem zu einer Insulinresistenz führen. Die Zellen sprechen dann schlechter auf Insulin an, was zu mehr Appetit und einem verminderten Sättigungsgefühl führen kann.

Kochs Ernährungsprogramm startet mit einer Fastenphase. Ziel ist es, den Insulinspiegel im Blut möglichst zu normalisieren und dem Körper so das Abnehmen zu erleichtern. Daran schließt eine Eliminationsdiät an. Mit ihrer Hilfe können Hashimoto-Betroffene herausfinden, welche Nahrungsmittel sie nicht vertragen.

Dabei lässt man zunächst alles weg, was potenziell problematisch ist. Menschen mit Hashimoto leiden laut Koch häufiger an Fructose-, Lactose- und Sorbit-Unverträglichkeiten als Gesunde. Nach und nach isst der Patient die kritischen Lebensmittel dann wieder. Vertrage der Körper das Lebensmittel nicht, weil es Entzündungsreaktionen auslöse, bei denen die Bildung von entzündlichen Zytokinen angestoßen werde, reagiere er mit Wassereinlagerungen. Das Körpergewicht steigt plötzlich drastisch. Auf dieses Lebensmittel sollte man dann möglichst verzichten.

Die eigentliche Gewichtsabnahme erfolgt in der Fettverbrennungsphase, für die Koch eine Auswahl an Rezepten zusammengestellt hat. Wer 10 Prozent seines Körpergewichtes verloren hat, sollte erst einmal mit der Gewichtsabnahme pausieren und versuchen, sein neues Gewicht zu halten. Hashimoto-Betroffene sollten sich aber auch klarmachen, dass sie aufgrund ihres Stoffwechsels vermutlich nie so viel essen können, wie sie gern möchten, so Koch. Zur Unterstützung der Fettverbrennung und des Muskelaufbaus empfiehlt die Ärztin Ausdauer- und Kraftsport.

Für die Eliminationsdiät brauche man keine ärztliche Begleitung, so Koch. Bei jedem verlorenen zehnten Kilo sollte man aber seine Schilddrüsenwerte ärztlich überprüfen lassen. Gegebenenfalls muss die Medikation angepasst werden, um nicht in eine Schilddrüsenüberfunktion zu kommen.

Koch empfiehlt darüber hinaus, weitere mögliche Entzündungstrigger herauszufinden und auszuschalten. Dazu zählen neben einigen Lebensmitteln wie tierische Fette etwa zu viel künstliches Licht, Schwermetalle, Stress (auch Beziehungsstress), schlechter und zu wenig Schlaf, fehlende Pausen und Bewegungsmangel.

»Ich konnte mit diesem Programm gut abnehmen und halte seit sechs Jahren mein Idealgewicht«, schildert Koch. Ihre Schilddrüse ist in Remission, sie ist aktuell symptomfrei. Schilddrüsenmedikamente braucht sie derzeit keine mehr. Damit das so bleibt, sei es wichtig, achtsam am Ball zu bleiben.

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