PTA-Forum online
Vorsorge und Verhalten

So kann jeder sein Hautkrebs-Risiko verringern

Unter dem Motto »Hautkrebsgefahr? Nimm die Zeichen ernst« stehen im Focus der diesjährigen Euromelanoma-Woche unter Schirmherrschaft der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) nicht nur der Selbstschutz durch Früherkennung und Vorsorge, sondern auch der Schutz jener, die besonders auf Fürsorge angewiesen sind: Kinder.

Hier sind hier vor allem Eltern, Erzieher, Lehrer, sprich: Menschen mit Vorbildfunktion gefragt. Sie müssten Kinder dazu anhalten, bei Sonne stets schattige Plätze aufzusuchen und gleichermaßen nie ohne Kopfbedeckung, T-Shirt, Sonnenbrille, Hose und Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 auf der Haut aus dem Haus zu gehen. Idealerweise, so Hautexperten, müsste es in Märchen und Erzählungen nicht nur eine Zahnfee, sondern auch eine Hautfee geben.

Diese hätte viel zu tun: Denn gerade von offenbar noch immer unzureichend aufgeklärten Jugendlichen werde in Deutschland oftmals noch »Sonnenbaden bis der Arzt kommt« praktiziert. Das sehe studiengemäß in Australien schon ganz anders aus. Dort zähle Sonnenschutz von klein auf zum Pflichtprogramm und an den Schulen mittlerweile zum Lehrplan. »No hat, no play«: Wer keinen Hut, kein T-Shirt, keine Hose oder keine Sonnenbrille trägt, darf nicht auf dem Schulhof spielen. Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene: Die pralle Sonne zwischen 11 und 15 Uhr gehöre grundsätzlich gemieden.

Soweit ist es in Deutschland noch nicht. Hier allerdings haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahre alle zwei Jahre Anspruch auf die von der GKV finanzierte Ganzkörperuntersuchung auf Hautkrebs. »Sollte eine verdächtige Hautveränderung die Entnahme einer Hautprobe erfordern, ist dieser kleine chirurgische Eingriff oftmals schon die ganze Therapie – vorausgesetzt, die Hautveränderung wurde frühzeitig erkannt«, betont Kiedrowski.

Eine wissenschaftliche Auswertung der EADV habe gezeigt, dass Hautkrebs in Regionen mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen wesentlich früher entdeckt wird und somit behandelbar ist. »Wer also auf der sicheren Seite sein will, sollte alle Beratungs- und Screening-Angebote wahrnehmen«, unterstreicht der Dermatologe mit dem abschließenden Verweis auf einen weiteren Risikofaktor: Die Gefahr, einen Hautkrebs zu entwickeln, nimmt mit steigendem Lebensalter zu.

Mehr von Avoxa