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Gegen UV-Strahlung geschützt

So lässt sich's in der Sonne aushalten

Sonnenschutz für Kinder

Säuglings- und Kinderhaut bedarf besonderer Fürsorge – erst recht, wenn es um die Sonne geht. In den ersten zwölf Lebensmonaten sollte direkte Sonneneinstrahung tabu sein. Für die Zeit danach gibt es geeignete Sonnenschutzpräparate, die vor den Gefahren der UV-Strahlung schützen können.

Die Haut von Kindern ist erst etwa ab dem zwölften Lebensjahr mit der eines Erwachsenen vergleichbar. Bis dahin sind Stratum corneum und Epidermis dünner, Eigenschutzmechanismen noch nicht voll ausgeprägt. So kann Kinderhaut UV-Schäden nur unzureichend beheben und noch nicht schnell und ausreichend Pigmente produzieren. Eine Lichtschwiele in dem Sinn gibt es noch nicht.

Ein kindgerechtes Sonnenschutzmittel muss hohe bis sehr hohe Lichtschutzfaktoren (LSF) enthalten. In hiesigen Breitengraden sollte der LSF mindestens 30, in sonnenintensiveren Ländern 50 oder 50+ betragen. Da die Haut von (Klein)kindern in ihrer Eigenschutzzeit und Reaktion auf UV-Strahlen dem hochempfindlichen Pigmentierungstyp I entspricht und sehr anfällig für akute Erythemschäden ist, bietet nur ein LSF ab 30 sicheren Schutz.

Pflegestoffe bei Sonnencreme vermeiden

»Verbraucher sollten darauf achten, dass die Sonnenmilch keine Pflegestoffe wie Panthenol oder Aloe Vera enthält. Diese Stoffe unterdrücken die Hautrötung und können so, weil man sich vermeintlich länger sonnen kann, zu einem erheblichen Sonnenbrand führen«, sagt Dr. Greta Dau, Lebensmittelchemikerin bei TÜV Rheinland.

Auch wenn der jeweilige Lichtschutzfaktor der Sonnencreme die Zeit in der Sonne deutlich verlängern kann, rät Dau dazu, diese Zeit nicht auszureizen. Oftmals werde die Intensität der Sonneneinstrahlung falsch eingeschätzt oder schlicht zu wenig Sonnencreme aufgetragen. Flächendeckendes Ein- und regelmäßiges Nachcremen ist daher wichtig.

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