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PTA berichten im Webcast

So läuft es in den Corona-Testzentren

Als kleines großes Bonbon für die Testungen brachte Hansen die priorisierte Impfung für testende Apotheken ins Spiel. Das gesamte Personal einer Corona-Test-Apotheke rutsche in der Priorisierung in Gruppe 2 vor, informierte Hansen. Damit sich das Engagement auch finanziell niederschlägt, erinnerte die Juristin an den seit vergangenem Jahr geltenden Corona-Bonus. Danach können besonders belastete Mitarbeiter 1500 Euro steuerfrei absetzen. Ihr Tipp an die PTA: »Wenn der Chef nicht selbst darauf kommt, ihn ruhig anstupsen -vielleicht auch verpackt als Gefahrenzulage oder Schutzzulage.« Schließlich sei der Arbeitseinsatz so mancher Mitarbeiter rund um die Uhr und zum Teil am Wochenende enorm.

Alle teilnehmenden PTA berichteten, dass die eigentlichen Apothekenmitarbeiter nicht mehr ausreichten, um den Bedarf der Bevölkerung nach Testungen nachzukommen. Zusätzliches Personal wie Pharmaziestudenten, Krankenpflegerinnen oder Pflegekräfte des DRK wurden eingestellt – was die Frage nach der Schulungsverpflichtung und der Kettenschulung aufwarf. Tatsache ist, dass nach der ursprünglichen Corona-Testverordnung vom 8. März nur Ärzte eine solche hätten durchführen können. Allerdings – das machte die Diskussionsrunde deutlich - gibt es länderabhängige Unterschiede, und eine Kollision von Verordnungen und Vorschriften hat dazu geführt, dass Testende letztendlich »qualifiziert« sein müssen, um die Tests durchzuführen. Der Arzt-Bezug ist revidiert worden.

Apotermin als Entlastung

Seit dem 1. April ist apotermin, der Coronatest-Manager für Apotheken, am Start. Ulrich Brunner, Apotheker und Geschäftsführer der pharma4u, stellte die »pragmatische digitale Lösung für eine Terminverwaltungssoftware« vor. »Wir fokussieren uns damit auf die testenden Apotheken und bedienen nicht andere Testcenter-Anbieter.« Mit einfachen Schritten komme man leicht digital vom Termin zum Ergebnis. Die Terminvergabe über apotermin bezeichnete Brunner als wichtiges Instrument, um die Corona-Testungen im Tagesablauf besser zu koordinieren und zu entzerren. Das Zertifikat für einen negativen Schnelltest wird dem Kunden automatisch aufs Smartphone geschickt.

Die Coronatests in Apotheken seien eine große Chance, das Berufsbild der Apotheker und der PTA zu schärfen. Schließlich seien die Testungen die erste pharmazeutische Dienstleistung, die über die Kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet werden können. Freilich bedarf es dazu im Vorfeld einer Beauftragung vom zuständigen Gesundheitsamt.

Auch Barisch und Steves sehen in den Umständen und der Tätigkeitserweiterung für PTA, die die Pandemie mit sich bringt, die Chance, das Berufsbild der PTA zu erweitern und attraktiver zu gestalten. Steves: »Die jetzigen Anforderungen eröffnen uns zumindest eine Chance, noch mal genau hinzuschauen, wie wir den PTA-Beruf weiterentwickeln können. Mit der Überarbeitung des PTA-Reformgesetzes müssen wir vor allem im Fach Apothekenpraxis nachfeilen.« So gelte es etwa auch im Hinblick auf eventuelle Antikörper-Testungen in den Apotheken, die Einheit »Untersuchung von Körperflüssigkeiten« im PTA-Lehrplan mit mindestens 40 Stunden zu belegen.

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