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Ab wann, wie gut, gegen Varianten?

So wirksam sind die Covid-19-Impfungen

Menschen profitieren laut einer Untersuchung auch schon von der ersten Impfdosis – und zwar unabhängig davon, ob sie Biontech/Pfizer oder Astrazeneca bekommen haben. Eine großangelegte Studie der Universität Oxford in Kooperation mit der britischen Statistikbehörde ONS und dem Gesundheitsministerium des Landes zeigte kürzlich, dass das Risiko für eine Corona-Infektion drei Wochen nach der Impfung um 65 Prozent sank, wie die Universität kürzlich mitteilte.

Impfschutz bei Virusvarianten

Während das Impfen langsam vorankommt, mischt sich eine Befürchtung in die aufkeimende vorsichtige Hoffnung: Was, wenn das Coronavirus derart mutiert, dass weder die Impfstoffe noch eine überstandene Infektion vor Ansteckung und Erkrankung schützen?

Zur Rolle der Virusvariante B.1.1.7, die inzwischen in Deutschland dominiert, erklärte die STIKO, dass alle der in Europa zugelassenen Impfstoffe einen «sehr guten Schutz vor einer symptomatischen Erkrankung» böten. Die Schutzwirkung gegen symptomatische Erkrankungen durch die in Südafrika entdeckte Mutante B.1.351 sei »hingegen deutlich reduziert«; diese Variante macht in Deutschland bislang nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) konstant einen sehr geringen Anteil aus. Laut STIKO deuten Studiendaten auf eine Schutzwirkung aller zugelassenen Impfstoffe gegen schwere Verläufe hin – und dies auch, wenn B.1.351 vorliegt.

Auch Stefan Pöhlmann und Markus Hoffmann vom Leibniz-Instituts für Primatenforschung in Göttingen und dem Universitätsklinikum Ulm gehen davon aus, dass B.1.351 wie auch P.1 (brasilianische Variante) immer noch durch die verfügbaren Impfstoffe gehemmt werden. »Allerdings ist der Impfschutz möglicherweise reduziert und von kürzerer Dauer.« Dass Varianten entstehen, die nicht mehr durch jetzt verfügbare Impfstoffe gehemmt werden, ist den Forschern zufolge »ein extremes Szenario, aber nicht auszuschließen«.

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