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Soja im Dauertrend

Die negativen Umweltauswirkungen beim Anbau in Südamerika, die Abhängigkeit von den Importen sowie die starken Vorbehalte deutscher Verbraucher gegenüber der Gentechnik sind Gründe dafür, den Sojaanbau in Deutschland auszubauen. Die Bundesregierung fördert im Rahmen der sogenannten Eiweißpflanzenstrategie seit einigen Jahren unter anderem den Sojaanbau, aber auch den von Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen. Tatsächlich ist die Sojaanbaufläche in Deutschland rasant gewachsen, der Großteil davon in Bayern und Baden-Württemberg. Allerdings fällt die heimische Produktion bislang kaum ins Gewicht: Die in Deutschland geernteten Sojabohnen decken gerade einmal ein bis zwei Prozent des hiesigen Bedarfs. Auch in anderen europäischen Ländern steigt der Soja-Anbau. Der größte Produzent ist Italien, bedeutend sind auch Österreich, Ungarn, Kroatien und Rumänien. Gerade Hersteller von Soja-Lebensmitteln verwenden heimische oder europäische Sojabohnen, weil diese gentechnisch unverändert sind. Die Behauptung »Wer Soja isst, zerstört den Regenwald« stimmt also nicht. Eher trägt Fleischverzehr zur Zerstörung des Regenwaldes bei. Laut Umweltbundesamt liegt der Ausstoß von Treibhausgasen für die Produktion von einem Kilogramm Schweinefleisch bei 4,1, für Geflügel bei 4,3 und für Rindfleisch bei 30,5 kg Kilogramm. Für die Produktion eines Kilos Fleischersatz auf Sojabasis werden dagegen 2,8 Kilogramm ausgestoßen. Wer also die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) umsetzt und höchstens 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche verzehrt, tut nicht nur etwas Gutes für seine Gesundheit, sondern verbessert auch seinen ökologischen Fußabdruck. 

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