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Sonnenblumenkerne sind en vogue

Wer Sonnenblumenkerne nur als Vogelfutter nutzt, der hat deren Potenzial bei Weitem nicht ausgeschöpft. Vor allem als pflanzlicher Proteinlieferant punkten sie in der vegetarisch orientierten Ernährung. Dennoch sollten sie nicht maßlos verzehrt werden.
Andrea Pütz
27.09.2022  09:00 Uhr

Bereits seit Jahrtausenden werden die Kerne der wunderschönen Sonnenblume (Helianthus annuus) verzehrt. Ursprünglich stammt sie aus Mittelamerika und fand zur Kolonialzeit auch hierzulande ihren Einzug. Zunächst wurden Sonnenblumen zur Zierde angebaut, ab dem 16. Jahrhundert wurden auch deren Kerne zusehends als Lebensmittel genutzt. Mittlerweile sind sie weltweit verbreitet, wobei die größten Anbaugebiete in Russland, Argentinien, China und der Ukraine liegen. Letztere stellt das wichtigste Importland für die EU dar. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine beschneidet natürlich auch die Anbauflächen für Sonnenblumen. Und so explodierten im Frühjahr dieses Jahres die Preise für Sonnenblumenöl, das aus den Kernen gewonnen wird. Deutsche Landwirte haben reagiert und den Anbau von Sonnenblumen verdoppelt.

Die einjährig wachsende Sonnenblume lässt sich auch auf trockenen und weniger ertragsreichen Böden kultivieren und kommt mit Hitze gut zurecht. Die vielen Blätter und großen Köpfe der Pflanze spenden dem Boden Schatten und sorgen so für eine länger anhaltende Restfeuchte. Die lang anhaltende Dürre in diesem Jahr dürfte aber trotzdem regional zu einer schlechteren Ernte führen.

Zwischen den strahlend gelben Blütenblättern am Rande des Korbs sitzen innen zahlreiche kleine Blüten, aus denen sich die Sonnenblumenkerne entwickeln. Ihr Name greift die besondere Fähigkeit auf, tagsüber mit dem Blütenkopf der Sonne zu folgen. Haupterntezeit der Samen ist jetzt zwischen September und Oktober, aber sie sind ganzjährig in gleichbleibender Qualität erhältlich.

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