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Betamethasonvalerat

Stabilität abschätzen

Abschließende Beurteilung

Gabi überdenkt die Möglichkeiten und bespricht sich anschließend mit der Apothekerin. Sie würde es für sinnvoll halten, die Haltbarkeit zu verlängern, indem sie die Creme mit Sorbinsäure konserviert und den Lactatpuffer hinzugibt. Durch die Sorbinsäure würde der pH-Wert ebenfalls sinken, was sich zusätzlich positiv auf die Stabilität auswirken würde. Da aber extra auf dem Rezept vermerkt wurde, dass auf Konservierungsmittel verzichtet werden soll, geht Gabi davon aus, dass der Arzt das nicht möchte. Wenn die Laufzeit aus diesem Grund ohnehin auf eine Woche beschränkt werden muss, hält Gabi eine pH-Korrektur durch Zugabe von Lactatpuffer ebenfalls für unnötig. Die Angaben zur Stabilität, die sie in den Rezepturhinweisen gefunden hat, legen nahe, dass nach einer Woche noch ausreichend Betamethasonvalerat vorhanden ist, um die Wirkung zu gewährleisten. Der Wassergehalt muss allerdings auf jeden Fall angepasst werden, damit die Creme überhaupt hergestellt werden kann. Wenn Gabi ohnehin mit dem Arzt spricht, kann sie ihn auch gleich fragen, ob sie den Wassergehalt auf 50 Prozent anheben darf.

Zum Glück hat die Apotheke einen guten Draht zu dem verschreibenden Arzt und kann die Frage schnell am Telefon klären. Wie erwartet, will er auf Konservierungsmittel verzichten, auch wenn die Haltbarkeit dadurch sehr kurz wird. Er bittet Gabi, nur 50 g herzustellen und die Kundin zu bitten, nach einer Woche wieder in die Praxis zu kommen, damit er entscheiden kann, ob er ihr ein Folgerezept ausstellen muss. Die Erhöhung des Wassergehalts auf 50 Prozent sieht er als unproblematisch an. Gabi ändert das Rezept wie unten angegeben ab, vermerkt die telefonische Rücksprache, zeichnet dies mit Datum und ihrem Kürzel ab und stellt die Creme anschließend bis zum Nachmittag her.

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