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Sauber – und kaputt

Ständiges Händewaschen ist schädlich

Regelmäßiges Händewaschen ist gerade jetzt im Winter wichtig, um sich vor Infektionen zu schützen. Doch Wasser und Seife greifen auf Dauer die Hautbarriere an und können Handekzeme fördern, warnt die Deutsche Haut- und Allergiehilfe. In einer Pressemeldung gibt der Verein Tipps zur schonenden Reinigung der Hände.
Verena Schmidt
09.12.2019
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Zum Schutz vor Keimen sei das Verwenden eines Händedesinfektionsmittels besser als Händewaschen, heißt es in der Meldung. Die Hautfette der oberen Hautschicht würden beim Desinfizieren zwar teilweise gelöst, aber nicht abgewaschen. Dabei sei es wichtig, dass die Hände nicht zusätzlich, sondern anstelle des Waschens desinfiziert werden.

Bei leichten Verschmutzungen reiche es häufig aus, die Hände mit klarem, lauwarmem Wasser zu waschen, so die Deutsche Haut- und Allergiehilfe weiter. Heißes Wasser löse Fette aus der oberen Hautschicht und trockne die Haut langfristig aus. Wenn Wasser allein nicht reicht, sollte man seifenfreie, pH-hautneutrale Syndets verwenden. Seife ist weniger hautfreundlich, denn sie bildet mit Wasser eine alkalische Lauge, die den Säureschutzmantel der Haut angreift. Die Allergiehilfe empfiehlt milde, rückfettende Waschlotionen mit Feuchthaltefaktoren und hautberuhigenden Zusätzen. Starke Schaumbildner, Parabene sowie allergieverdächtige Farb- und Duftstoffe sollte man bei empfindlichen Händen besser meiden. Hände, die häufig gereinigt werden, sollten täglich morgens, abends und bei Bedarf tagsüber eine regenerierende Basis­therapie und zur Nacht eine reichhaltige Pflege erhalten.

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